Der Wind fegt durch die Straßen, dunkle Wolken ziehn dahin. Es ist erst ein paar Stunden, seit ich alleine bin.
Wir stritten nur noch und du gingst einfach fort. Ich bin der Verzweiflung nah. Nun bist du nicht mehr da, nu-un, bist du nicht mehr da.
Langsam fängt es an zu regnen, draußen ist kein Mensch zu sehn. Der Tag ist bald zu Ende, das Leben wird weitergehn.
Was bleibt von unsrer Liebe? Nur der Mond schenkt mir sein Licht und morgen beginnt ein neuer Tag. Doch dich vergess ich nicht, do-och, dich vergess ich nicht.
Achja du, und trotzdem:
Sagtest du nicht, ich kann dir vertraun, unsre Liebe ist groß, ich soll nach vorne schaun. Doch du schreist wildes Zeug, betrinkst dich mit Wein, dann gibst du mir auch noch die Schuld allein. Nun rufst du mich an, mitten in der Nacht, du hast die letzten Stunden in der Kneipe verbracht. Weinst mir vor, dass du mich vermisst. Du warst es doch, der gegangen ist.
Und darum:
Du, - komm nie mehr zu mir zurück. Ich träum nie mehr vom großen Glück. Du,- ich will dich nie mehr sehn, Träume, die im Wind verwehn.
Träu-äu-me, die im Wind verwehn. Träu-äu-me, die im Wind verwehn.
die ersten beiden Strophen sind ein schönes und trauriges Liebeslied. Danach zieht es (durch die Schuldfrage) etwas nach unten, zumal die Schuld sehr direkt einer Seite zugeschrieben wird. Interessanter wäre doch, wenn die Zukunft offen bliebe.
Ein Liebeslied, das Mitleid weckt und man fragt sich welcher Streit könnte so schwerwiegend sein. Es wird von dem Freund ein Schlussstrich gezogen, der hier als endgültig erscheint. Die Trennung ist einseitig und es bleibt ein Verlust zurück der lange anhält und so auch Tragik enthält. Die Darstellung ist gut und lebensnah.
danke für deine lobenden Worte. Die Darstellung ist auch mitten aus dem Leben gegriffen. Als Gedicht mag es so durchgehen, als Songtext, nachdem ich aufgrund Thomas' Kommentar, die Hälfte gelöscht habe, ist es zu wenig. Da muss ich wohl nochmal ran. Aber es freut mich, dass es nicht gleich komplett unter den Hammer kommt.
"wer suchet, der findet", fällt mir gerade ein, und du hast nun noch eine schöne, weil passende Melodie zu deinem sagen Gesucht kreiert. Ich finde spannend, was du da ausgegraben hast und wie es bringt wurde. Manche Liebeslieder sind halt auch Abrechnungen.
da habe ich doch tatsächlich noch ein halbfertiges Werk gefunden und heute zu Ende gebracht. Aber ohne dein Finden hätte ich nicht gesucht. Danke also.
zu meinem lustigen Conterfei: Wir waren mit unserer Enkelin im Kunstpalast Düsseldorf. Dort gab es eine tolle Ausstellung, voller Exponate aus der Hand von Schulkindern. Das war so lebendig und leichtfüßig. Und schwubs, hatte ich eine lustige Brille auf der Nase. Da war es nur noch ein kurzer Weg zum Foto.
Kinder können uns helfen, die Welt wieder offener zu sehen, sogar mit gefärbter Brille!
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