Schmerzlich wird es mir bewusst, das mein Leben endlich ist und bei allem Ärger und dem Frust, Wird klar, dass man sich irgendwie vermisst.
Hinter allem steckt ein tiefer Sinn, denn jeder ist ein Teil von mir, ich weiß, dass ich nicht schuldlos bin Und all meine Lieben im Tode verlier.
Die Momente die wir auf Erden haben, wiegen uns in Sicherheit, lassen uns in all den Jahren, oft ankommen in der Bitterkeit.
Doch hinter all der Wut sich wohl versteckt, die unerfüllte Liebe, die dort ruht, mit Gram wurd' sie einst bedeckt, jedoch erlischt sie nicht,die Liebesglut.
Sie bleibt und wirkt in unseren Herzen, wir können sie nicht vernichten, und trotz den zugefügten Schmerzen, dürfen wir nicht auf sie verzichten.
Wenn ich ehrlich leben will, ohne Schuld mit mir herumzutragen, dann lausche ich und werd' ganz still, nehm' die Liebe wahr, in jenen Tagen.
Es ist dafür noch nicht zu spät, sich zu befreien von der schweren Last, bevor das Leben im Tode vergeht, vergib und schätze endlich was du hast.
willkommen im Musengarten. Dein Gedicht liest sich wie eine Art Glaubensbekenntnis und hat viel Wahres. Das Metrum ist etwas wild, aber da der Rhythmus interessant klingt, will ich nichts dazu sagen. Vielleicht später wenn, du mehrere Gedichte eingestellt hast, und ich deinen Stil etwas besser kenne. Die dritte Strophe ist mir etwas unklar. Wieso führt Sicherheit zu Bitterkeit und liebe-zudeckendem Gram?
Liebe Grüße nach Detmold, diese schöne Stadt, die nur einen Soldaten hat, Thomas
P.S.: Ist die letzte Zeile Teil des Gedichts, oder soll sie eine Signatur sein?
Wild? Mag sein, wohl ungefilterte "Gedankenunordnung"
Zu dem vermeintlichen Widerspruch der 3. Strophe, das Leben ist an sich keine Sicherheit und bietet diese auch nicht. Will sagen ,man sucht Sicherheiten im Außen , findet sie aber nicht dort, eine Illusion,sozusagen...man kann sich dem Leben nie sicher sein. Deshalb die enttäuschten Resultate. Ich hoffe, ich konnte es einigermaßen verdeutlichen,was ich mit der 3.Strophe ausdrücken wollte.
Und ja, die letzte Zeile sollte die Signatur sein, man möge es mir nachsehen, befinde mich auf Neuland hier, muss mich noch orientieren,bin für jeden Hinweis und jede Einschätzung meiner Zeilen dankbar .
Liebe Eywa, auch von mir ein herzliches Willkommen! In Deinen nachdenklichen Worten finde ich einiges an Lebensphilosophie. Einige Fragen bleiben auch bei mir noch offen. Was meinst Du mit dem 'sich' bei "Wird klar, dass man sich irgendwie vermisst." Die Zeile "ohne Schuld mit mir herumzutragen," schein mir sprachlich nicht logisch, was man nicht hat, kann man nicht herumtragen. Du meinst sicher, Du möchtest keine Schuld mit Dir herumtragen? (ich möchte Schuld nicht in mir tragen) Ich hoffe noch weiters Interessantes von Dir zu lesen! Liebe Grüße Ulrich
deine Signatur würde vielleicht sogar noch besser aussehen wenn du nach dem Komma ein Leerzeichen machst - ich sag das nur, weil sie ja unter jedem deiner Gedichte und Beiträge zu sehen sein wird.
Sehr nachdenkliche Zeilen die du hier als Einstieg präsentierst - gut so, weiter so! Ich glaube Thomas, meinte mit "wild" das aufeinandertreffen von Hebungen bei aufeinander folgenden Silben in der Sprachmelodie - so wie hier:
ZitatUnd(Senkung) all(Hebung) mei (H und dadurch ein Hebugsprall) -ne (S) Lie (H) -ben (S) im (S) To (H) -de (S) ver (S) -lier (S)
Man kann natürlich das "und" betonen und das "all" nicht, aber das wäre vielleicht nicht völlig logisch, auf der anderen Seite ist das nicht wirklich schwer zu lesen, also kein Hebungsprall der sonderlich stört. Zwei aufeinander folgende Senkungen sind ja sowieso überhaupt nicht störend beim lauten Lesen, oder vortragen. Da ich dich ja noch nicht sehr gut kenne und das gilt wahrscheinlich auf für Thomas, kann es natürlich sein, das du absichtlich solche Betonungsspitzen nutzt (weil du eben ganz genau weißt was du bewirken willst, oder weil du völlig ungebunden schreibst), um etwas bestimmtes zu verdeutlichen, auszusagen oder einen anderen Grund dafür hast.
Auf jeden Fall ist es sehr schön, dass mit dir ein weiterer Dichter zu uns gefunden hat.
Ich meine mit " wird mir klar,dass man sich irgendwie vermisst", dass man trotz aller Schwierigkeiten mit nahe stehenden Personen, diese doch liebt und vermisst,wenn sie nicht mehr da sind/wären....so in Etwa.
Die Schuld " mit" mir herumtragen, ist für mich gefühlt passender. Ich meine, dass ich Schuld mit mir trage,nicht das ich keine haben möchte. Und wie werd ich sie los...was sich dann aus den nachfolgenden Zeilen ergibt.
Ich hoffe, das ich deine Fragen etwas beantworten konnte.
das mit der Signatur geht so. Du gehst im Forum auf das Pfeilchen hinter dem Reiter "Prvate Nachrichten", dann erscheint eine Auswahlliste. Der dritte Punkt ist "Profil bearbeiten", wenn du darauf klickst, öffnet sich ein Fenster, in dem du ganz unten deinen Signatur eingeben kannst. Diese erscheint dann automatisch in jedem deiner Beiträge.
Du hast Derolli und Ulrich in einzelnen Antworten geantwortet, was jeder Forenneuling so macht. In Foren ist es jedoch üblich, alle bisher angelaufenen Kommentare in einer Antwort zu beantworten. Die Moderation wird es richten.
Das mit Strophe 3 habe ich nun verstanden, ich würede es etwa so ausdrücken:
Oft geben uns äußerliche Werte ein falsches Gefühl der Sicherheit, so wird unser Dasein auf dieser Erde enttäuscht und voller Bitterkeit.
Da du z.B. Reime benutzt, schreibts du meiner Meinung nach nicht "völlig ungebunden", wie du in deiner Antwort an Derolli sagst, und das finde ich auch gut so. Ich bin gespannt was du noch schreiben wirst.
also ich habe das "ungebunden" auch eher auf den Rhythmus bezogen - klar unterwirfst du dich freiwillig der Anforderung zu reimen. Wer schnmal Hexametern beschäftigt hat, der weiß, dass die echte Folter der selbstauferlegten "Gebundenheit" nicht beim Reimen liegt.
Aber klar hat Thomas recht, es ist nicht in dem Sinne "Freie Lyrik".
Das kann sehr spannend mit dir werden Eywa - FREUDE!
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