Ich steige allmählich aus den Träumen der Nacht, räkle mich in die bunte Sonnenwelt, während mich zeitgleich die Bettwärme in Erinnerungen flauschig in Phantasien hält.
Ich halte bewusst die Lider geschlossen wie Vorhänge, die mich beschützen sollen und mich dennoch mit dem Geflecht ihrer Fasern in Augenblicken gefangen nehmen wollen.
Ich öffne behutsam das Tor meiner Ohren, höre Hammer und Amboss ihre Arbeit verrichten, wie sie gemeinsam mit dem Steigbügel die Frequenzen eines Frühlingstages schwungvoll und ebenso heiter sichten.
beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass hier eine spricht, die keine Sorgen hat, sie niemals kennengelernt hat, die deshalb keine Angst vor dem neuen Tag zu haben braucht, alles ist schön, alles ist aber irgendwie nicht so ganz koscher, man kann nie wissen, sie schließt bewusst die Lider wie "Vorhänge, die sie beschützen sollen", man fragt sich, wovor - vor einer Realität oder einer Einbildung. Das Ich konzentriert sich ganz auf sein inneres Geschehen, es lauscht dem Funktionieren des Ohres, am Ende können Hammer und Amboss sogar schwungvoll die Frequenzen eines Frühlingstages sichten. Frequenzen sind zwar nicht sichtbar, aber was soll es, je unwahrscheinlicher, um so poetischer. Für mich ein Gedicht, das für den endgültigen Rückzug aus der Realität steht, dieses Ich kennt nur einen Menschen, nämlich sich selbst. Es gibt keine Außenwelt, es gibt nur das Wohlsein, und ich frage mich, ob dieses Ich überhaupt erwacht ist und nicht vielmehr weiterträumt.
vielen Dank für deine sehr differenzierte Rückmeldung. Etwas Ähnliches wollte ich mit meinen Worten ausdrücken, die Übergangszeit, in der man nicht schläft und nicht wach, beschreiben.. Wäre das lyrische Ich allerdings komplett auf sich und seine Innenwelt zurückgeworfen, nähme es keine Sinnenreize war, oder wie denkst du ?
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