Dem Sommer mag den Todesstoß ein Andrer geben, vereinzelt fällt vom Baum ein lebensmüdes Blatt. Im Morgentau, da scheint die Sonne warm zu schweben. Der Garten schenkt die schönsten Farben voll und satt.
Am Strand erholen Gänse sich und auch die Ente. Nur hin und wieder füttern Eltern noch die Brut. Der Himmel baut perfekte Deckenornamente und Schäfchen tummeln sich in warmer Sommerglut.
Die Beeren fangen an in Rot und Blau zu leuchten. Die Hummel findet immer noch den Blütenkelch. Der Morgennebel grüßt und will das Moos befeuchten. Des Hirsches Stimme tönt als sei er hier der Elch.
Die laue Sommernacht verlockt im Meer zu baden. Des Haffes Welle liegt geglättet jetzt am Strand. Am See ein Mückentanz scheint Frösche einzuladen, das Quaken hört man wohl bis weit ins Binnenland.
Ein Weilchen lass behaglich Hauch die Adern füllen, bevor zu schnell begraben wird das letzte grüne Blatt. Verfrüht um alles herbstbekümmert einzuhüllen. Genießen wir die Zeit, - die`s wirklich in sich hat.
Liebe Ilona, das ist ein wirklich sehr schönes Gedicht mit wunderschönen Bildern. Ich komme trotz aller Begeisterung nicht umhin, auf einige Punkte hinzuweisen.
Am Wattenmeer erholt sich Gans und Trauerente. ---(Wattenmeer - etwa Nordsee?) Nur hin und wieder füttern Eltern noch die Brut. ---(für den Spätsommer ungewöhnlich) Der Himmel baut perfekte Deckenornamente ---(tolles Bild!) und Schäfchen tummeln sich in warmer Sommerglut.
Die Beeren fangen an in Rot und Blau zu leuchten. Die Hummel findet immer noch ein Blütenkelch. ---(nicht ein sondern einen oder 'nen bzw. den) Der Morgennebel grüßt und will das Moos befeuchten. Des Hirsches Stimme tönt als sei er hier der Elch.
Die laue Sommernacht verlockt im Meer zu baden. Des Haffes Welle liegt geglättet jetzt am Strand. ---(Haff - also doch Ostsee?) Am See ein Mückentanz scheint Frösche einzuladen, das Quaken hört man wohl bis weit ins Binnenland. ----(im Spätsommer sind sie still!)
Ein Weilchen lass behaglich Hauch die Adern füllen, ----(bei "lass" fehlt etwas, vllt. 'kann') bevor zu schnell begraben wir das letzte grüne Blatt. ---(vergraben??? vllt. verdorrt?) Verfrüht um alles herbstbekümmert einzuhüllen. ---(sehr schön!) Genießen wir die Zeit, - die`s wirklich innehat. ----( meinst du vllt. in sich hat?)
lieber Ulrich da hast Du mich aber erwischt. Haff und Watt immer diese Leute die auch noch Ahnung haben. Ok wird geändert. Nur hin und wieder füttern Eltern noch die Brut. ---(für den Spätsommer ungewöhnlich) ich hab ja auch nur hin und wieder geschrieben das Quaken hört man wohl bis weit ins Binnenland. ich habe sie auch im Spätsommer quaken gehört
danke für Deine Vorschläge ich überarbeite herzlich Ilona
das Gedicht ist insgesamt schön und stimmungsvoll. Wenn du ohnehin noch etwas daran arbeitest, versuche doch den Elch wegzubekommen, da er ja ohnehin nicht da ist.
ich liiiibe Langverse! Und wenn sie auch noch so hübsch gefüllt sind, dann freue ich mich. Ein wenig stören mich Todesstoß, lebensmüde, begraben und –bekümmert, irgendwie passen sie noch nicht zum prallen und wonnevollen Spätsommer. Hier ist dir ein kleiner Fehler unterlaufen: Am Ostseestrand erholt sich Gans und Trauerente. Da gehört der Plural hin „erholen sich Gans und Trauerente“; vielleicht fällt dir ein „kürzerer“ Vogel ein ?
Seeehr gerne gelesen und mal wieder von der Ostsee geträumt. Herzliche Wochenendgrüße, Heliane.
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