ganz früh heute morgen, so gegen 5 Uhr, las ich dein Gedicht als erstes und hatte damit so meine Mühe. Die zahlreichen Worte aus dem französischen stammend, waren daran Schuld, da sie mein Verständis des Textes zeitweise aushebelten. Nachgeschlagen wurde dann schnell klar, wie sehr unsere Sprache natürlich auch mit französischen Worten angereichert ist. Dieser Umstand ist von dir gekonnt mit deinem Thema verknüpft worden! Wie so oft, ist dein Gedicht dabei auch humorvoll und hält der Hauptfigur letztendlich den Spiegel vor. - Ein tolles Ergebnis!
Übrigens: Das Wort "Nachschlagen", wird sicher auch bald aus unserem Sprachschatz verschwunden sein.
Lieber Karlheinz Ich bin rundum begeistert von deinem Gedicht. Es klingt alleine schon durch die Sprache elegant und vornehm. Schön hast du auch die alten Ausdrücke eingebaut. Der gute Beau Brummell ist ein echter Lebemann gewesen. Toll geschrieben Liebe Grüße Ilona
dem Lob von Sanderling und Ostseemöwe möchte ich mich anschließen. Du hast mit dem Französischen eine Quelle für eingedeutschte Fremdworte entdeckt, die wieder verschwinden, vielleicht geht es den vielen Anglizismen, die wir heute im Deutschen aufnehmen, irgendwann einmal ähnlich.
Alle Zeilen deines Gedichtes beginnen mit einer Hebung, außer "Blasierten Aug´s, ein kühner Snob gepudert blickt er auf den Mob," vielleicht hast du Lust sie anzupassen, etwa so "Mir blasiertem Aug', der Snob blickt hernieder auf den Mob," oder ähnlich.
vom Mainzer Dialekt weiß ich, dass er viele eingedeutschte französische Begriffe enthält, ist das beim hessischen auch so? Ich sah Ludwig XIV. vor mir, eigentlich fehlte nur noch der dringende Ruf nach Riechsalz seiner ihm Angetrauten.
Durch das bilinguale Spiel bekam dein humorvolles Gedicht genau den Adelsanstrich, den du ihm sicher geben wolltest: Meister Beau Brummell mit Einstecktuch und Pomade, mit Zigarettenspitze (oder Zigarre), feinem Zwirn, einem Gesicht von Syphillisnarben durchzogen und einer Sehnsucht nach einem dauerhaften Platz im Herrenzimmer... so kam es mir jedenfalls vor.
du hast recht, nachschlagen macht nur Sinn bei Büchern, Nachschlag bei der Essensausgabe könnte hingegen in Armenküchen ein klägliches Revival zeitigen..,
Liebe Ostseemöwe,
ja „Lebemann“ ist auch so ein Wort, das zur aussterbenden Wortkategorie gehört…
Lieber Thomas,
genau, die Anglizismen könnte es bald erwischen, wenn erst Chinesisch als Lingua franca eingeführt wird… Die Stelle mit dem Aug‘ möchte ich nicht glattbügeln, weil sie mich nicht weiter stört
Liebe anna,
de Mänzer Dia leckt is aach nur Hessisch, gell, aach wenn Mänz heut angäblisch nedd mä zu Hesse gehörd… Un des wa än späderer Lui, nedd de vetzeende, gell Die Franzosekrankheid hadder awwer gehabd, da haste rech Ziggan waan awwer noch nedd so angesaacht …
Ich danke euch, bin froh, dass ihr mein Werklein so gut bewertet habt und grüße euch aus Samothraki hätzlisch Karlheinz
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