Ich hänge so an dir, geliebtes Fensterkreuz, das mich so treu und wacker trägt. Ich hänge so an dir, mein schönes Wäscheseil, das sich um meinen Nacken schlägt. Ich hänge nicht an dir, verhasste Menschenwelt, an deiner Eitelkeit und Gier nach Geld.
Lieber Thomas, in der vermeintlichen Krise die Chance zu wittern und zu entdecken ist vielleicht eine Alternative zum Fensterkreuz. Zugegeben, dein Gedicht spielt geschickt mit der Balance zwischen naheliegenden Erwartungen und dem radikalen Entsagen des Lebens. - Ich las dein Gedicht, nachdem ich gerade auf Arte einen wunderbaren Film sah: "Was uns heilig ist". https://www.arte.tv/de/videos/088393-001...heilig-ist-1-5/ Für mich Balsam für die Seele. Liebe Grüße der Sanderling
Lieber Thomas, ..das weiß ich doch. Das zeichnet den Dichter ja aus, dass er in jedes andere Ego und Gefühl zu schlüpfen vermag. "So", deine "Kleinigkeit" mit Tiefgang, belegt das auch sehr schön. Liebe Grüße der Sanderling
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