Strömendes Geld, es wird schneller; Sozialtouristen erhaschen Häuser und Höfe auf Föhr / Heimat ich kenn dich nicht mehr! Spekulanten der Habsucht und Gier, getrieben vom Glanze, Pflügen den Boden auf Föhr / Heimat ich kenn dich nicht mehr! Traurig erträgt mein Blick: Die Zukunft verirrt sich im Nebel. Still ist ein Weinen in mir / Heimat ich find' dich nicht mehr!
Erstmal denke ich, das man so etwas nur schreiben kann wenn man mit seiner Heimat total verbunden ist. Für mich hat dieses Werk eine enorme emotionale Tiefe. Deine Aussage, getrieben von Glanze, zeigt mir die Schönheit deiner Heimat; Das was es für einen Föhrer oder Föhrianer , sorry ich kenn die genaue Bezeichnung deiner Heimat nicht, einzigartig macht. Das Alte, das Traditonelle, das Wertvolle an ihr, das Stück für Stück gerodet wird, umgeackert um Platz zu bieten für, vielleicht Hotels, etc.. Heimat ich kenn dich nicht mehr! Heimat ich find dich nicht mehr! Wenn man für sich zu dieser Erkenntnis gelangt schmerzt es um so mehr, was du mit dieser Aussage - Still ist ein weinen in mir sehr gut zum Ausdruck bringen konntest.
wieder eine tolle Idee, wie man Distichen ganz neu und ansprechend verpacken kann. Wie Du die Pentas für den ins Ohr gehenden Refrain zu nutzen weißt, finde ich super! Chapeau!
Ja, die Heimatverbundenheit, die Behutsalem anspricht, kommt auch für mich rüber. Aber vor allem sehe ich hier den sozialkritischen Stachel, der aus den Zeilen herauspiekt und dem Unwort des Jahres 2013 gekonnt eine neue Bedeutung zuweist. Dafür ist unbedingt die rote Poetiker-Rose fällig!
Hier nur mal zum Vergleich meine Zeichensetzung. Ich weiß, Du hast die Zäsuren lieber sehr deutlich. Das soll jetzt keine Nötigung sein, aber vielleicht könntest Du auf die vielen Apostrophe verzichten?
Strömendes Geld, es wird schneller; Sozialtouristen erhaschen Häuser und Höfe auf Föhr / Heimat ich kenn dich nicht mehr! Spekulanten der Habsucht und Gier, getrieben vom Glanze, Pflügen den Boden auf Föhr / Heimat ich kenn dich nicht mehr! Traurig erträgt mein Blick: Die Zukunft verirrt sich im Nebel. Still ist ein Weinen in mir / Heimat ich find dich nicht mehr!
Wieder sehr angetan von Deiner Arbeit grüßt Dich Claudi
Hi ihr beiden, danke für euer Feedback und den Verbesserungsvorschlägen, ich habe es übernommen! Das Gedicht entstand innerhalb von Minuten! Ich las etwas über die Situation auf der Nordseeinsel Föhr, dort steigen die Mieten rasant, Arbeit gibt es reichlich, aber nur in der Saison! Viele befürchten ein Ausverkauf der Insel, zunehmend treibt es Spekulanten auf die Insel, Häuser werden zum Spekulationsobjekt, die Preise werden in die Höhe getrieben! Immer mehr Menschen, vor allem junge Menschen müssen die Insel verlassen, da es schlichtweg nicht mehr am Geld reicht! Im Prinzip Flüchtlinge! Sie würden gerne etwas ändern, aber wie? Es ist sehr traurig und leider ist es zu befürchten, dass Föhr einen ähnlichen Weg einschlagen wird wie Sylt es bereits getan hat! Es wird ebenfalls eine Insel der Armen und Reichen werden! Unsere Heimat ist eben wunderschön, das lockt die Spekulanten an, gerade jetzt scheint das Geld in Strömen zu fließen, noch nie habe ich eine Zeit erlebt, wo so viel Kapital zur Verfügung stand, es muss mit den niedrigen Zinsen, den hohen Subventionen und den enormen Aktiengewinnen zu tun haben, die Reichen scheinen momentan besonders reich zu sein.
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