ich bin mir nicht ganz sicher, wen oder was du meinst - ich denke, es sind die Zehn Gebote.
Einige sind sicher überholt, vom Strom der Zeit weggespült, andere haben ihre Gültigkeit behalten - vom Töten und Stehlen, was zu verwerfen ist.
Im Grunde brauchen wir nur ein einziges Gebot: Behandle die anderen, wie du selbst behandelt werden willst. Das würde völlig reichen. Warum ist das bloß so schwer?
Was bedeutet eigentlich der Titel?
Müsste es nicht heißen: "Ich suchte, was ihr fandet"?
Liebe(r) Wüstenvogel, es geht hier nicht direkt um die 10 Gebote. Diese sind zwar, wie Du richtig bemerkst, genaugenommen überflüssig, weil selbstverständliche Grundlagen für ein Zusammenleben (soweit es um die Menschen geht). Der Kantsche Imperativ, der dem Sinn nach über 2500 Jahre alt ist, reicht völlig aus. Da stimme ich Dir zu. Die Gebote stehen hier mehr als Metapher. Es ist mehr eine Kritik daran, dass heute das Denken durch Gesetze ersetzt wird. Mit dem Begriff Tafeln nehme ich Bezug auf Nietzsches Zarathustra. In diesem Gedanken konnte ich eine Bezug zur Edda herstellen. Nicht, dass ich Nietzsche folgen möchte, doch hat er sehr interessante Fragen und Ansätze. Daher der Titel (Plädoyer für Nietzsche). Dieses Gedicht steht also im engen Zusammenhang mit dem Beitrag "Es dämmert dem All". "Ihr suchtet, was ihr fandet"? Das ist eine ironische Anmerkung, da nicht wirklich gesucht und das Gefundene nachträglich als erfolgreiche Suche angesehen wird. Wer alles Gefundene hinnimmt, vergisst es, Fragen zu stellen. Ich meine, dass Antworten nur zur Erkenntnis führen, wenn ihnen eigene Fragen vorausgehen. Besten Dank für Deinen Beitrag! LG Uller
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