Obwohl ich selbst Christin bin, gefällt mir eine Aussage vom Dalei Lama gut. Der soll gesagt haben: Es sollte mehr Ethik und weniger Religion geben. Leider wird die Religion meist selbst als Religion gesehen und der wahre Auftrag der Religion, nämlich das Menschsein, meist komplett vernachlässigt. Irgendwie völlig bescheuert!
Das Wort Religion leitet sich von dem lateinischen religio ab, was Rückbindung bedeutet. Bindungen bestehen immer zu Lasten von Freiheit. Menschen ohne Religion werden auch Freidenker genannt. Die gefährlichste Unfreiheit ist jene, die nicht bemerkt wird, so dass damit das Freiheitsempfinden nicht eingeschränkt wird. Dies gibt es nicht nur bei Religionen sondern auch bei allen Ideologien. Die ganze Menschheit ist darin gefangen. Nur Wenige haben sich davon befreit. Wenn sie sich Outen werden sie oft von der Mehrheit angefeindet. Mit diesem Gedicht wollte ich lediglich dazu anregen frei zu denken.
frei denken, damit habe ich keine Probleme, aber es kommt aber drauf an, in welcher Richtung ich frei denke. Ist Liebe mit im Spiel, kann viel Gutes daraus erwachsen, aber frei denken geht extremenweise auch in die andere Richtung. Rücksichtsloser Egozentrik kann durchaus auch ein Ergebnis sein, Menschen die ganz bewußt um keinen und nichts etwas geben und nur auf eigenen Vorteil bedacht sind. Es kommt immer drauf an.
mit freiem Denken hat jeder Probleme, weil doch jeder bei allen Gedanken und folgenden Entscheidungen seine Bindungen abzuwägen hat. Die stärkste Bindung ist dann meist die an sich selbst (Egoismus). Was dabei gut oder schlecht ist, hängt doch vom Betrachtungsstandpunkt ab (relativ).
ZitatWer in den frommen Büchern liest, erfährt darin, was Menschen sollen. Was für uns gut und richtig ist, ist demnach das, was and’re wollen. Nicht unbedingt, denn ob fromm oder nicht, kann ich durchaus selbst entscheiden, welche Lehren ich für mich mitnehmen oder ignorieren möchte.
Der Gottverstand wird vorgekaut und wird von anderen genutzt. Wer dieser Lehre nicht vertraut,. wird bös und oft zurechtgestutzt. WER kaut vor? Autoren? Und die nutzen uns aus und stutzen uns zurecht? Welch seltsame Vorstellung.
Wer selbst nach Gotterkenntnis sucht dabei vielleicht Verständnis findet, wird von Propheten gern verflucht, weil er sich nicht an Kunde bindet. Wer sucht, der findet, manchmal. Aber welcher „Prophet“ soll mich verfluchen, wenn ich mich nicht an seine „Kunde“ binde?
Die Gotterkenntnis aus dem Buche, ist nicht der Weg zu rechtem Handeln. Lasst einem freien Geist die Suche, das Leben wird sein Gottbild wandeln. Von wem redest du eigentlich? Und wem gilt der erhobene Zeigefinger? Dein Gedicht liest sich, als hättest du den Gral der Erkenntnis gefunden. Aha!
Schau bitte über die Interpunktion. Viele liebe Grüße, Heliane.
ZitatWer in den frommen Büchern liest, erfährt darin, was Menschen sollen. Was für uns gut und richtig ist, ist demnach das, was and’re wollen.
ZitatNicht unbedingt, denn ob fromm oder nicht, kann ich durchaus selbst entscheiden, welche Lehren ich für mich mitnehmen oder ignorieren möchte.
sicher kannst Du selbst entscheiden, doch im allgemeinen werden die Menschen in Religionen und andere Ideologien hineingeboren und oder unterliegen gesellschaftlichen Einflüssen.
ZitatDer Gottverstand wird vorgekaut und wird von anderen genutzt. Wer dieser Lehre nicht vertraut,. wird bös und oft zurechtgestutzt.
ZitatWER kaut vor? Autoren? Und die nutzen uns aus und stutzen uns zurecht? Welch seltsame Vorstellung.
Religionen sind ein geistiges Produkt ihrer Gründer und Oberhirten. Die Gesellschaft bestraft die Andersgläubigen oder Nichtgläubigen. In manchen Ländern sogar per Gesetz.
ZitatWer selbst nach Gotterkenntnis sucht dabei vielleicht Verständnis findet, wird von Propheten gern verflucht, weil er sich nicht an Kunde bindet.
ZitatWer sucht, der findet, manchmal. Aber welcher „Prophet“ soll mich verfluchen, wenn ich mich nicht an seine „Kunde“ binde?
Auch die Worte „Heide“, „Ungläubiger“, “Sekte“ werden als Schimpfworte gebraucht. Andere abfällige Äußerungen sind auch nicht selten.
ZitatDie Gotterkenntnis aus dem Buche, ist nicht der Weg zu rechtem Handeln. Lasst einem freien Geist die Suche, das Leben wird sein Gottbild wandeln.
ZitatVon wem redest du eigentlich? Und wem gilt der erhobene Zeigefinger? Dein Gedicht liest sich, als hättest du den Gral der Erkenntnis gefunden. Aha!
Ich rede von der Mehrheit der Menschen.
Meinen Gral der Erkenntnis sehe ich in der gedanklichen Freiheit von jeder Bindung.
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