Geschunden ist das Land, verbrannt sind Hof und Städte, es rast das Kriegesheer, und wer gern Frieden hätte, den treibt es vor sich her. Wie schwer sind doch die Leiden, die alle Welt verdrießen, in diesen schlimmen Zeiten. O Herr, lass Frieden sein! Dein Wirken wird erlösen aus Not und Agonie die Frommen wie die Bösen.
P.S.: Dieses kurze Gedicht, welches ich vor über 2 Jahren (als von Islamischen Staat noch nicht die Rede war) geschrieben habe, kam mir heute wieder in die Finger. Der Vergleich zum 30-jährigen Krieg ist inzwischen leider offensichtlich geworden.
das ist gibt mir zu denken: es gibt so vieles das für die "Lieben" spricht, Reimmuster, direkter Gegensatz zu 'Bösen' und der schon fast sprichwörtliche Gebrauch in diesem Zusammenhang. Du entscheidest dich aber dennoch für 'Frommen'. Wieso? Ein Ausbruch aus dem festgelegten Schema - Hoffnung, oder vielleicht doch totales Chaos im Schriftbild manifestiert, ja vielleicht deshalb. Oky in dem vorletzten Vers ziehst du den Reim auch enger zusammen, vielleicht also doch ein anderer Grund, aber diese Binnen Reime getrennt durch einen kurzen Schlag sind echt nett. Auf jeden Fall hoch interessant deine Beweggründe zu erahnen.
also es passt ja auch - denn du ziehst schon einen Vers vorher die Reime näher zusammen und erhöhst so die Schlagzahl, warum also nicht. "Frommen" ist ohnehin wesentlich nobler als "Lieben".
Hallo Thomas, ich erinnere mich noch gut an das Gedicht. Jetzt ist der IS nicht mehr das Thema, sondern nun wird von anderen Seiten um die Herrschaft in dem zerbombten Land gekämpft. Über was will man bald noch herrschen? Über Trümmer, über traumatisierte Menschen, über Invaliden, über Resignation, über Hass, über Vorherrschaft? Vorherrschaft über was? Wieder einmal zeigt sich der Krieg als Fresser des Lebens. Aber ja, Waffen müssen produziert, erprobt werden, das Ego der Mächtigen aufgebügelt werden. Klein beigeben? Niemals!!!! Koste was es wolle. Das ist doch der Grund, oder? Ja, und damit meine ich nicht nur die Mächtigen, sondern jeden der ein Gewehr in die Hand nimmt für irgend eine Idee oder Ideologie. Hier wird nicht nur Leben vernichtet, sondern auch Seelen. Eine Schande für die Menschheit. Traurige Grüße, Heidi
Lieber Thomas, vor zwei Jahren gabs noch ein Fünkchen Hoffnung, jetzt nicht mehr! Wer auch immer den Knopf drückt oder drücken wird, macht sich nicht mehr die Hände schmutzig, Drohnen werden die endgültige Vernichtung erledigen. Die ersten "Erfolge" damit gabs bereits. Trotz der katastrophalen Entwicklungen ist dein Gedicht noch immer aktuell. Hoffen wir, dass es ein besonnener Mensch liest und auf die Bremse tritt. Herzliche Grüße, Heliane.
Wir hoffen, dass dir unser Forum gefällt und du dich hier genauso wohlfühlst wie wir.
Wenn du uns bei der Erhaltung des Forums unterstützen möchtest, kannst du mit Hilfe einer kleinen Spende dazu beitragen,
den weiteren Betrieb zu finanzieren.
Deine Spende hilft!
Spendenziel: 144€
53%
Forum online seit 10.11.2013 Design by Gabriella Dietrich