Was einmal war, es ist im Nichts verschwunden. In unserm Geist kann es noch lange leben. Vergangenheit, sie bleibt mit uns verbunden.
Wir sind für das Gedächtnis jetzt noch Kunden, die durch Erinnerungen lernend streben. In dem was war, wird das was kommt gefunden.
Nicht alles kommt aus glücklich frohen Stunden Es wird nicht immer nur das Gute geben. Vergangenheit, sie bleibt mit uns verbunden
So manches schlägt im Leben schlimme Wunden, die unerwünscht sich in die Zukunft weben. In dem was war, wird das was kommt gefunden.
Die Zeit vergeht durch Reihung von Sekunden. Wir gehen mit und stehen nicht daneben. Vergangenheit, sie bleibt mit uns verbunden.
So vieles wird nicht angenehm empfunden, denn oft gibt es viel Schmerz und Leid im Leben. In dem was war wird das was kommt gefunden. Vergangenheit, sie bleibt mit uns verbunden.
Das ist eine schöne Variante der Villanelle, indem du die erste Zeile nicht einfach als Refrain nimmst, sondern sie in veränderter Form wiederholst. Ich der zweiten Zeile würde ich sagen: "Es kann im Geiste trotzdem weiterleben" satt "Trotzdem kann es im Geist noch weiter leben."
die Villanellen sind sehr schwierig, deshalb habe ich auch mehrere Versuche gemacht. Es freut mich, dass Du hier auch einen davon gewürdigt hast. Dein Vorschlag ist interessant, doch ich habe eine Abneigung für nicht sinngebende Wortverlängerungen wie dem e bei Geist(e). Trotzdem vielen Dank!
dsa verstehe ich, aber meine Vorschläge sind nie 1 zu 1 zu nehmen, es halt die Art mich auszudrücken. Wenn Musiker über Musik reden, fangen sie über kurz oder lang ja auch an zu summen, singen und mit den Füßen zu stampfen. Aber am Metrum der Zeile solltest du etwas tun.
du ziehst also einen, hier unpassenden, betonten Auftakt und das unnötiges Füllsel „noch“ einem durchaus Sinn gebenden, Klang bringenden und in der Lyrik durchaus gebräuchlichen „e“ den Vorzug? Zudem ist der Vers völlig verdreht; über Ralfs sehr guten Vorschlag solltest du nachdenken.
Das Thema deines Gedichtes gefällt mir gut. Es wird allerdings durch die bei der Villanelle notwendigen Wiederholungen und die elfsilbligen Verse derart in die Länge gezogen, dass mich beim Lesen Langeweile überkommt; es kommt nicht mehr rüber als ein Auf-der-Stelle-Treten. Ohne die vielen Einsilbler, die eindeutig die Länge der Verse auffüllen sollen, bliebe ein flüssig formulierter, sehr eindringlicher Achtzeiler übrig.
Schade ums Thema und die schöne Strophenform. Viele liebe Grüße, Heliane.
habe noch einmal darüber nachgedacht und nun in "in unserm Geist kann es noch lange leben" geändert oder eine Möglichkeit wäre auch "in Menschen Geist kann es noch lange leben". Danke für die Anregung.
LG Hans
Liebe Heliane,
es war eine Vorübung für die Villanelle und das Thema habe ich wegen der Villanelle lang gezogen um der Form zu entsprechen. Der Zwang zu langen Versen drängt immer zu Eigenschafts- und Füllworten und es kommt dann zu unnötigen oder ungewollten Beschreibungen. Dies ist auch ein Grund warum ich ungern lange Verse schreibe. Habe jetzt die beanstandete Zeile geändert. Danke!
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