Wer nie des Adlers Flug empfand, wer stets von sichrem Strand des Meeres Weite pries und von der Hand des Lehrers wohl geleitet sich sagen ließ, wie sich das Land vom Gipfel aus gesehen zum Tale weitet, mag seiner Wege gehen; er lebe so beengt genügsam, aber gut, gewiss, dass ihm der Sonne Glut die Flügel nie versengt.
(nach dem erneuten Lesen von Goethes "Adler und Taube" )
lieber Thomas ein wunderbares Antwortgedicht. Ja auch ich kann verstehen warum der Adler voller trauer ist. genügsamkeit ist nn mal nicht jedermanns Sache.
fielen dank für das Lob. Goethes phantastisches Gedicht macht es aber auch leicht. Ich bekomme immer mehr Respekt vor dem Arten.
Ich studiere das Gedicht übrigens, um besser freie Formen zu verstehen (was er da macht sind freie Rhythmen, die ja angeblich nichts mit freiem Vers zu tun haben sollen, falls das so ist, muss man die erst kapieren). Zudem kann man sich Goethes Bescheidenheit zum Vorbild nehmen, der sich gegenüber den "liebelnden" Zeitgenossen (Anakreontiker, Myrte) zwar als Adler empfand, angesichts der klassichen Alten sieht er sich jedoch nur als einen Dichter, dem die rechte Schwinge gelähmt ist.
Liebe Grüße Thomas
P.S.: Ähnlich respektvoll hat er sich gegenüber Shakespeare verhalten. Größe erkennt eben Größe.
Lieber Thomas, ich musste mir Goethe erst aufrufen und lesen. Nun kenne ich Dein Vorbild und ich muss sagen, dass mir Deins besser gefällt, sowohl die Form, wie auch die Aussage. Goethe lebte in anderer Zeit, das ist nicht zu verkennen. Lernen von den Klassikern? Ja! Kopieren? Nein. Du hast Deinen Stil dabei gefunden, das finde ich gelungen! LG Ulrich
Hallo Thomas! Auch mir gefällt der Inhalt deines Gedichtes. Nur selbst gesehenes oder erlebtes lässt uns verstehen. Mit den Augen und mit dem Herzen. Liebe Grüsse, Jonny
Lieber Thomas, es ist dir hier sehr ansprechend und voller persönlicher Färbung gelungen, Goethes Ursprungstext hier neu zu denken und in eine neue, gelungene Form zu bringen. Vielen Dank für's Teilen deines lyrischen Gedichtes, was dazu einlädt die alten Meister wieder neu zu entdecken. Liebe Grüße der Sanderling
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