Der Sommerabendhimmel, rot beleuchtet, ein Heuduft in den Matten, jüngst gemäht, die schwere Luft gewitterschwül befeuchtet, verlor ich mich weit draußen noch so spät.
Durchtränkt von tiefer Stille sank ich nieder. Voll Frieden klang er aus, der welke Tag, wie seine unhörbaren Abendlieder, in denen meine Seele schwelgend lag.
Das Schweigen floss hinunter in die Auen, mit Dämmerung zur frühen Nacht vermengt und auch die Wolken schienen zu ergrauen, ein müder Wind hat sie schon bald verdrängt.
Die Finsternis hat mich zuletzt vertrieben, aus meinem Einssein und der Harmonie. Am liebsten wär ich, wo ich war, geblieben, wo mir die Wiese ein Stück Gleichmut lieh.
ach, ist das romantisch! Warum bist du nicht dort geblieben? Ein Schläfchen im Sommer auf frisch gemähtem Gras ist doch herrlich! Es sei denn, du leidest unter Heuschnupfen .
Ein wunderschönes Gedicht in weicher Sprache mit zauberhaften Bildern; es versetzt mich in eine sehr romantische Stimmung. Sehr gerne gelesen. Herzliche Grüße, Heliane.
Liebe Medusa, nun, ich habe zwar eine ganz ordenliche Isolierschicht, aber die Nächte wären mir dann doch etwas zu frisch hier im Schwarzwald. Herzlichen Dank für Dein Lob und Deinen Kommentar! Liebe Grüße! Charly
Hallo Galapapa beim lesen deiner Gedichte kann ich mich an die aufgeblasene Sprache, die ich nicht leiden kann, gewöhnen. Viele Gefühle viele Bilder und Lesegenuss, du kannst mich überzeugen. Gruß Levi
Liebe Levi, Dein Kommentar ist ein Kompliment für mich; danke dafür! Geschmunzelt habe ich auch beim Lesen, wegen des Ausdruckes "aufgeblasen". Aber der Ausdruck ist vielleicht sogar recht treffend. Ich benuitze diese kraftvolle Sprache, um in einem Vers, mit wenigen Worten möglichst viel zu sagen. Dichten ist für mich immer auch ein Verdichten der Sprache und wenn ich schaue, wie die echten Meister das machen, dann stehe ich oft nur noch staunend mit offenem Mund gegenüber. Es freut mich sehr, dass ich Dich solchen Genüssen ein wenig näher bingen konnte. Liebe Grüße! Charly
Nein , aufgeblasen finde ich deine Sprache nicht . Sie ist klingend , sie lädt zum sich betten ein und bebildert mich bereits beim lesen der ersten Worte ...
Das in die Auen fließende Schweigen hat es mir angetan!
Und mir fällt Rilke dabei ein:
Vor lauter Lauschen und Staunen sei still Du mein tieftiefes Leben....
Liebe Anna, nun, ich hab geschmunzelt ob des Ausdruckes, weil er sicherlich nicht so gemeint war, wie er klingt, also eher sogar im positiveren Sinn. Mit Rilke mag ich mich nicht vergleichen, das ist eine andere Liga, aber trotz meiner Unbelesenheit kann ich nicht abstreiten, dass solche Einflüsse natürlich da sind, wie bei jedem, der die alten Meister liebt und einen Draht zu Romantik hat. Danke für Deinen lobenden Kommentar! Liebe Grüße! Charly
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