Der Worte zu viele Geize wo du kannst Und horte Wenn die Zeit kommt Sprache zu sprechen Wie gemeißelt die Worte Im Grau des Granit Aus stammelndem Munde Quillt ah ...
deine sparsam gesetzten Zeilen erreichen mich mit ihrer großen Wirkkraft und ziehen mich unweigerlich in die herbstliche Seelenstimmung deines Gedichts. Gekonnt baust du deine Zeilen auf, fast jede Strophe hat in sich eine kontrapunktisch wirkende Gegenaussage: "..buchstabenleicht in Trauer fallende Worte" zum Beispiel. Oder: .."kahles Geäst bleibt von tiefen Wurzeln getragen" , du setzt die Worte anders, aber so lese ich sie. Alle Worte münden in dem stillen, abschließenden Herbstbild: .."mit all diesen Erfahrungen sitzt du schweigend darunter, auf einer Bank". Persönliche Lebenserfahrungen schwingen in deinen gut gewählten Worten und schönen Bildern im Wind des beginnenden Herbstes. Grandios!
ein feines Gedicht: fallen, erfassen, verwehen, tragen. Und du sitzt. Nur die Trauer ist mir nicht ganz einleuchtend, wahrscheinlich wegen des Herbstes.
Hi, gefallene Worte, da steckt auch irgendwie der gefallene Soldat drin. Baum der Erkenntnis, von diesem sollte der aus Staub und Erde geschaffene Mensch niemals essen, er tat es aber und die Dichter leiden wohl besonders stark und hätten niemals in diesen Apfel beißen sollen, sie taten es aber und irgendwann steht da nur noch kahles Geäst. Herbstlich schweigend? Ist das Gedicht schon älter? Der Herbst schweigt bei uns noch nicht, eigentlich schweigt er erst, wenn das letzte Blatt gefallen ist. Kalendarisch ist es Sommer. Lg Fietje
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