Der Transformator Prinz ioniq sprach den Menschen zu: >> Die Zukunft wird elektrisch, nehmt auch Wasserstoff hinzu! << Doch kaum brach jene an, da klagten Frau und Mann, die Steuer sei zu hoch, die Rente reiche nicht, die Miete, Heizen, -ungeheuer- , viel zu teuer!
Doch Prinz ioniq sprach nun: >> Wind und Sonne sind umsonst und ohne C02, es eilt, zugrunde geht die Welt! Vertraut den Plan und macht! Was du zurückbekommst ist Zukunft! Diese ist elektrisch, ohne Kohle, Öl, Atom, wir werden autonom! <<
Da kam der kleine Dieselzapf, er kam aus weiter Fern: >> Ach << . Alles war schon transformiert und hatte seinen Herrn: Solaranlagenfelder, Mega-Akkus, kleinste Akkus, Kabeltrassen, Schaltzentralen, Umspannwerke und Ki mit größter Batterie.
Der große Transformator CEO ioniq schrie: >> Es gibt kein Diesel mehr, mit grünen Strom läuft jetzt das Land. Den Typ steckt in ein Loch und schüttet es schnell zu! << So starb der letzte deutsche Dieselzapf und endlich war jetzt Ruh!
dein Gedicht liest sich für mich wie eine Mischung aus Satire, Märchen und Zukunftsparabel. Deine Art die Energiewende und technische Transformation in eine fast groteske Figurenwelt zu übersetzen — mit „Prinz ioniq“, „Transformator CEO“ und dem kleinen „Dieselzapf“ ist humorvoll und düster gleichzeitig.
Der Dieselzapf scheint fast wie eine aussterbende Figur aus einer vergangenen Welt, was dem Ende trotz aller Ironie etwas Tragikomisches gibt.
Besonders gelungen finde ich die Zeile: „Alles war schon transformiert und hatte seinen Herrn“ - weil darin plötzlich auch Macht, Kontrolle und Abhängigkeit mitklingen.
eine gelungene Satire. Die Wirklichkeit wird etwas milder mit den Dieslingen umgehen, hoffe ich.
Die von Clara hervorgehobene Zeile zitiert das Gedicht „Die Teilung der Erde“ von Friedrich Schiller (eine gute Idee!)
„Ganz spät, nachdem die Teilung längst geschehen, Naht der Poet, er kam aus weiter Fern - Ach! da war überall nichts mehr zu sehen, Und alles hatte seinen Herrn!“
Der Ausgang ist in beiden Gedichten sehr unterschiedlich. Armer Dieselzapf!
Moinsen, ja, ihr habt Recht, das Gedicht von Schiller war mir im Kopf beim schreiben und ich dachte mir, soll es ruhig durchklingen. Ich tippte die Verse in einem Rausch, schnell und spontan, sie landeten in einem Politik-Forum, welches mit eu endet. Ein gutes Forum, natürlich bedeutend rauer wie hier. Ich war wütend, die Politik macht wütend, mich jedenfalls. Die Poetik ist mir lieber, aber man muss wissen was ab geht und dafür schadet ein Blick in dieses Forum nicht. Nichts gegen Energiewende, aber mich stört eine fehlende Ehrlichkeit. Der Transformator als Reformator klingt auch durch, denke ich.. Transformation, ich finde das ist ein gewaltiges Wort, es lyrisch zu behandeln ist eine Herausforderung.
Wer Diesel im Blut hat und Öl an den Fingern, sollte nicht als Objekt der Vergangenheit betrachtet werden. Nicht wenige fühlen sich aber so, als wolle man sie politisch abschaffen. Das ist in Deutschland ein Problem, denn von solchen gibt es, im Land von Mercedes-BMW-Audi & VW, sehr sehr viele. Eigentlich typische SPD-Wähler....
Zitat von Clara im Beitrag #2Besonders gelungen finde ich die Zeile: „Alles war schon transformiert und hatte seinen Herrn“ - weil darin plötzlich auch Macht, Kontrolle und Abhängigkeit mitklingen.
Ja! Nicht nur Transformation, auch Ceonismus, Digitalisierung, KI, es fließt alles zusammen. Trump gilt vielen als CEO. Danke für eure Gedanken und Zustimmung. Fietje
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