Man braucht nicht alles und jedes zu zitieren, vorallem nicht, wenn man dem Beitragsersteller antwortet. So Bilder anzuhängen ist, wie ich bereits 5x gesagt verboten! Deshalb wurde der Anhang gelöscht.
Hi Freya, jmd entfloh dem Morpheus, ich meine man sagt, nach diesen Oneiroi wurde das Morphin benannt, aber ich dachte noch an weitaus mehr..
Hi, Morpheus ist ein Traumgott, er kann dich fest im Griff haben, aber, er lässt dich (nicht) wieder los. Er kommt des Nachts zu den träumenden Denkern und Herrschern. Wer ist ihm entflohn? Wer floh vor dem Sandmann, den der Morpheus verkörpern kann, wer entfloh dem Schlaf? >> Es fliesst wieder Leben, durch rote Flüsse <<, das Leben geht weiter, die roten Flüsse erinnern mich an Blutgefäße, die sich wie Flüsse im Körper verteilen. Rot wie Blut, Sünde und Reinigung, im biblischen Kontext: Das Blut Christi bietet Erlösung. Hier könnte ich nun einen Strich ziehen, aber ich denke an Schlafmohn, erweitere den Gedanken mit Morphinsucht, aber egal, alles verbindet sich im Fluss. Alles wieder frei. mit etwas du im ich zusammen Sonnenaufgänge feiern bis zum Letzten Als überzeugter Egozentriker lese ich, wow, sie will mit mir (mit uns) zusammen Sonnenaufgänge feiern, bis zum letzten. Als nicht patentierter Christ sehe ich ein Bündnis mit Jesu. >> mit etwas Du im ich <<, bei dir allerdings kleingeschrieben.
Ich fügte das Morpheus Statue aus Krakau hinzu, weil sich zu Füßen des Morpheus eine Eule befindet. >> Die Eule der Minerva beginnt am Abend ihren Flug,<<, ein Zitat das man Hegel zuspricht.
Ich hoffe du kannst mit meinen recht zügig formulierten Interpretationshappen etwas anfangen. Ich vermute, du fängst an zu malen ohne feste Intention? Lg fietje
Lieber @Volker Bei den meisten Gedichten stehen zu Beginn Gefühle oder Erlebtes. Nur wenige entstehen ohne, dass ich weiss wo die Reise hingeht. Hab ich es doch gewusst: Spannende Interpretation. Als überzeugte Atheistin mit Interesse am Buddhismus dachte ich nicht an eine christliche Sichtweise. Lg
Zitat von Freya im Beitrag #5Lieber @Volker Bei den meisten Gedichten stehen zu Beginn Gefühle oder Erlebtes. Nur wenige entstehen ohne, dass ich weiss wo die Reise hingeht. Hab ich es doch gewusst: Spannende Interpretation. Als überzeugte Atheistin mit Interesse am Buddhismus dachte ich nicht an eine christliche Sichtweise. Lg
Hi Freya, ein Gefühl oder Erlebtes als Grundlage, so ist es auch bei mir. Manchmal ist es ein stiller Schrei und es fehlen noch die Wörter, es fehlt die Fähigkeit sich in Sprache auszudrücken, die Poesie, das Spiel mit ihr, befähigt dann (dazu). Ich behaupte, Atheistin müssen Überzeugte sein, aber als Poet verschließt man sich nicht gegenüber christlicher Mythologie, antiker Mythologie, oder eben der buddhistischen. Deine Poetik, ich wage es zu vorsichtig zu behaupten, versprüht erotisierende Funken, das mag der Leser, nicht nur die Männer. Erotisierend ist auch der Frühling, die Welt in ihrem Lauf bringt es in Phasen hervor, das Erotisierende ist ein Verschmelzen und schmelzen. Diese Note findet sich, zumindest für mich als Leser, auch im Gedicht >> Leben im Fluss << wieder:
Leben im Fluss
Aus Morpheus festem Griff entflohn fliesst wieder Leben durch rote Flüsse mit etwas du im ich zusammen Sonnenaufgänge feiern bis zum Letzten
Der Morpheus als Liebhaber. Ich will zu dieser Lesart nicht das >>du im ich<< näher ansprechen, aber es fühlt sich wie ein Ineinanderschmelzen an, ja, wie eine Geburt.
Ich war vor kurzem sehr wütend, wenn ich wütend bin, dann schreibe ich .., letzt, da las ich ein Gedicht, während ich wütend und traurig war. Es war im Amphibrachen- Style geschrieben, Latein. Verzaubert ging ich in den Garten um das Unmittelbare zu sehen, den Zauber in unmittelbarer Nähe, im Garten hinterm Haus. Ich schrieb wie im Rausch innerhalb weniger Stunden ein kleines Sonett, >> kleines Sonett für zwischendurch <<, mittlerweile ist es fertig und wartet noch auf Kommentare. Nun frage ich dich als Autorin, welches Gefühl war bei dir im vorliegendem Werk Triebfeder? Ich verstehe das es ein privates Gefühl ist und war, denn, so ist es zumindest aus meinem Verständnis heraus, trennt man die lyrischen Figuren von den Autoren. Du musst also nicht antworten auf diese Frage, damit bliebe es Geheimnisvoll. Wie auch immer, in deinen Bildern schmelze ich, ob im Alpenglühen oder im >> Leben im Fluss <<. Jo! Fietje
Hi @Volker Ja Wut, Trauer, Liebe oder prägende Ereignisse sind starke Grundlagen für Poesie. Je stärker ein Gefühl desto besser das Gedicht. So ist es zumindest bei mir. Bei diesem Werk war es ein sehr prägendes Ereignis. Deine erste Interpretation mit Morpheus als griechischer Gott des Schlafes und die roten Flüsse als Metapher für Blut(gefässe)kommt meiner Intention ganz nah. Das „fliesst wieder Leben“ hat eine grosse Bedeutung. Etwas Du im Ich beschreibt den Umstand, dass nun ein Teil des Gegenübers im Lyr-Ich ist. Und zusammen feiern sie jeden neuen Tag bis zum Tod. Ich hoffe Du kannst mit dieser Erklärung etwas anfangen. Schönen Abend und liebe Grüsse Freya
Moin Moin, ein sehr prägendes Ereignis bildete die Kraft für dein poetische Bild. Ich dachte an die Geschichte von Ceyx und Alcyone, erzählt von Ovid im elften Buch seiner Metamorphosen, den >Verwandlungsgeschichten<. Ich meine, jene steht für die Kraft der Liebe, die über den Tod hinaus geht. Ja, etwas in der Art sah ich auch in deinem Bild. Ein geheimnisvolles Bild, das m.E. mehrere Ebenen der Morpheus-Mythologie berührt. Ein Eisvogel fliegt... . >> es fließt wieder Leben <<, ein Mensch durchlebte tiefe Trauer und nun fließt es wieder... LG fietje
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