deine komprimierten Zeilen im Freistil überzeugen mich in ihrer Ausdruckskraft. Es ist dir toll gelungen, das Spiel mit Masken auf den Punkt zu bringen. Auch die Andeutung dessen, das sie immer nur einen Teil ihres Gesichtes offenbaren trägt eine tiefe Wahrheit in sich. Nur die Rubrik scheint mir falsch gewählt. Es erscheint mir so realistisch.
ich musste beim Lesen sofort an die vielen Betrunkenen beim Rosenmontagszug denken, an das Geschubse und Gedränge, an die Sehnsucht der Menschen, sich berauschen zu wollen, um vielleicht kurz alles um sich herum vergessen zu können. Ich würde das "ihre" vor dem Wort Masken streichen, ich finde, dann wirkt der Fünfzeiler noch eindringlicher.
Zitat von Thomas im Beitrag #1In all den Jahren zogen sie Masken über Masken, um im Karnevalsreigen ein Teil ihres wahren Gesichts zu zeigen.
Meine Quintessenz aus diesem Gedicht ist: wir können unserem wahren Selbst nicht wirklich entrinnen, auch wenn wir versuchen Masken über Masken zu ziehen und in zig verschiedene Rollen zu schlüpfen.
das ist genau das, was ich mit "show, don`t tell" meine. Ich würde das Wort Alltag nicht als Erklärung einfügen und ich finde auch nicht, dass bei Masken über Masken rhythmisch etwas fehlt... Masken sitzen ja auch nicht perfekt übereinander, dann darf sich ruhig auch der Rhythmus ändern.
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