Kann sein, dass irgendwann ein Stein Anhebt unter den vielen Und sich dann auch die anderen besinnen und langsam beginnen sich aufzurichten aus der Zerstückung, bis sie einander, im alten Plane gebunden, zu Tempelhallen wieder gefunden und von Spielen, den verlernten , berichten und in Chören uns ihre Götter zurückbeschwören, die längst mit ihnen verfallen waren. Aber man darf nicht mit lautem Gebaren nach allem gleich fassen und einreihn und schichten: ungenau einmal, ohne des Wissens Zerpfückung vor einer Säule sein und sie erwachen lassen.
sehr schön, die Betrachtung, wie die Steine zu neuem Leben erweckt werden. Ab "Aber man darf" gefällt es mir nicht mehr so gut, es klingt da etwas belehrend und auch der Sprachrhythmus verliert an Dynamik, empfinde ich. Trotzdem ist der Text sehr schön.
dein Gedicht gefällt mir sehr, Spolien, steinerne Objekte, werden in der Vorstellung zu potentiellen Subjekten, die sich dem alten Plane gemäß wiederfinden, reorganisieren und in sinnvoller Weise auf vergangene Welten verweisen … Eine schöne Vorstellung, doch sogleich erfolgt die Mahnung: ohne genaues Wissen muss die Rekonstruktion ungenau und unvollkommen bleiben..
mein Lieblingswort in deinem Gedicht ist "Zerstückung" - ich empfinde es fast als Zentrum deines Gedichtes. Diese Zerstückung und dann die Beglückung ... Auch ich empfinde die Worte ab "man darf" eher als belehrend und die Zeilen davor eher als freilassend. Wie geht es dir beim Lesen?
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