Wieder sitze ich mit Blick zum Apfelbaum im Garten. Langsam fließt die Zeit in solchen Morgenstunden. Vögel fliegen hin und her, picken hier und dort; die Gedanken nehmen schlicht Reißaus. Unverhofft begegnet mir die Poesie, spricht zu mir in einem ersten Satz. Plötzlich ist er da, steht im Licht.
“Wenn Kreise sich schließen, jubelt das Herz, der Verstand ist schon längst außen vor; im Stillen vollendet ein gnädiger Geist, was im Leben sich fügen soll.”
Ich empfinde mich umarmt, die Gedanke kreisen. Später dann am Tag, scheint der Hauch der Poesie verflogen. Übrig bleibt ein Gefühl großen Reichtums; ein Gedicht und Verwunderung über jenes Licht, die Kraft der Poesie.
genau so empfinde ich meine Suche nach Gedichten... das Warten auf eine erste Zeile, die absichtslos daher kommt und andere Zeilen irgendwann einfach nach sich zieht... ich habe dein Gedicht, das ich eher als Prosa gelesen habe, mal ein bisschen gekürzt, nimm es bitte einfach nur als Anregung, wie immer...
Wie hast du das lyrische Nachdenken über deinen Schreibprozess empfunden? Ich finde es immer wieder spannend, daüber nachzudenken, wie und wann Texte in uns entstehen, deshalb war ich für diese Aufgabenstellung sehr dankbar.
Liebe Grüße
anna a.
Wieder sitze ich mit Blick zum Apfelbaum im Garten. Langsam fließen die Morgenstunden. Vögel fliegen hin und her, picken hier und dort; Gedanken nehmen Reißaus. Unbemerkt begegnet mir die Poesie, spricht zu mir in einem ersten Satz. Plötzlich ist er da, steht im Licht.
“Wenn Kreise sich schließen, jubelt das Herz, der Verstand ist schon längst außen vor; im Stillen vollendet ein gnädiger Geist, was im Leben sich fügen soll.”
Ich empfinde mich umarmt. Willkommen, Gedanke. Später am Tag, scheint der Hauch der Poesie verflogen. Zurück bleibt ein Gefühl großen Reichtums, ein Gedicht und Verwunderung über jenes Licht, die Kraft der Poesie.
dein Gedicht hat für mich eine sehr sanfte, fast meditative Stimmung. Besonders die Szene am Morgen mit Blick in den Garten und den Vögeln schafft eine schöne Ruhe, in der die Poesie ganz natürlich ‚auftaucht‘. Die eingefügte Strophe mit dem Zitat wirkt wie eine kleine Offenbarung – sie hebt das Gedicht in eine andere Ebene. Am Ende bleibt dieses Gefühl von Reichtum und Staunen, was ich sehr passend finde. Ein Text, der die leisen Momente wertschätzt.
Die Version von anna von deinem Gedicht finde ich wunderschön.
inmitten der für dich heilsamen, Trost und Vergessen spendenden Natur fliegt dich die Poesie in Form einer Lebensweisheit an und hinterlässt, auch wenn sie wieder verflogen ist, ein Gefühl von Erfülltheit und bleibendem Reichtum …
Sehr schön formuliert und auf den Punkt gebracht!
Herzliche Grüße aus S. Karlheinz
P.S. vielleicht könntest du „unbemerkt“ durch „unverhofft“ ersetzen, denn sie wird ja bemerkt…
danke für die wohlwollende Kritik und eure kleinen Änderungsideen. Ich habe mich bedient. Für mich klingt es vordergründig zwar auch nach Prosa, doch es ist in meinen Augen eher ungereimte, aber rhythmisch deutlich strukturierte Lyrik.
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