#1 Katzengedichte von Klatschmohn 22.03.2018 09:58

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Teekesselchenkätzchen

Es sitzen die Kätzchen auf einem Baum,
sie sind noch ganz jung und haben noch Flaum,
nur zweie sind schwärzlich, die Schwänzelein beben,
die anderen bleiben am Baum lieber kleben,
als unten das Fräulein mit zärtlichem Schmeicheln,
die Kätzelein ruft, um sie zärtlich zu streicheln.


Kätzchen

Kleine graue Krabbelkätzchen,
liegen auf der weichen Decke,
sind so putzig süß, die Schätzchen
lieben Mamas Rumgeschlecke.

Eifrig ist sie stets bedacht,
dass den Kleinen gar nichts fehle
und sie alles richtig macht.
Leise schnurrt die Katzenkehle.

Weich und zart sind Kätzchens Glieder
ihre Äuglein himmelblau,
und ich staune immer wieder.
Katzenmütter sind sehr schlau.



Katzenmusik

Wenn Katzen mit den Tatzen in die Tasten
von Klavieren greifen, kanns passieren,
dass sie Melodien ausprobiern,
ohne Hemmung dann klavieren
und sich dabei nicht blamieren.
Katzenmusikanten-
lieder enden meist
und ziemlich rau
genau, auf
ein Mi-
au.



Katzen

Katzen machen meistens was sie wollen,
stehn auf Küchentischen rum und schmollen
wenn sie nichts vom Schinken kriegen
oder sonst was nach Belieben.
Naschen dann am Buttertöpfchen,
schlecken feine Sahnetröpfchen,
halten sich für Primadonnen,
schreien nachts in höchsten Wonnen,
zanken , beißen oder kratzen,
haben Krallen an den Tatzen.

Doch dagegen hier mein Hund
ist wie ich, gemütvoll rund,
freut sich über liebe Gaben,
will mit mir durchs Leben traben,
ist verständnisvoll und treu,
ist wie ich auch nicht mehr neu.
Und wir lieben gar und ganz,
keine Katzenarroganz!

#2 RE: Katzengedichte von Heike 22.03.2018 10:59

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Liebe Heidi, ein Katzengedicht habe ich noch nicht geschrieben. Du dafür gleich vier Stück, die mir gefallen. Mein Favorit ist, auch wegen der besonderen Optik, die Katzenmusik. "Ein Eckengedicht" (habe ich das von dir schon mal gelesen?), das mir auch inhaltlich am besten gefällt.
Bei Teekesselkätzchen auf dem Baum, dachte ich erst an Weidekätzchen.
Ist es nicht verwunderlich das besonders Männer, auf diese von dir beschriebene divenhafte Katzenarroganz stehen?
Katzenkindern die beim Spielen die Krallen tief in unsere Haut schlagen, oder in die Hand beißen, kann man auf einen vorsichtigeren Umgang mit uns Menschen trainieren.
Ich habe deine Gedichte gerne gelesen und die schönen Bilder, die Erinnerungen an meine Kinheit brachten, genossen.

LG Heike

#3 RE: Katzengedichte von Ostseemöwe 22.03.2018 13:34

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liebe Heidi
Du warst aber fleißig! Und wenn ich nun meinen Senf dazu gebe, bewerte ich besonders dabei die Publikumswirksamkeit.
Deshalb finde ich für einen eventuellen Vortag "Katzen" und als 2. Katzenmusik super.
Beim letzten Gedicht finde ich diese besondere Nähe zur Wirklichkeit so bezaubernd.

herzlich Ilona

#4 RE: Katzengedichte von Heliane 22.03.2018 16:34

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Liebe Heidi,
ich frage mich, was der Titel "Teekesselchen" bedeuten soll. Denn wenn sowas drauf steht, sollte es auch drin sein, oder? Ich habe intensiv gesucht und nichts gefunden.
Deine vier Gedichte sind eine echte Fleißarbeit und zeigen ein paar Facetten unserer geliebten Stubentiger. Dein Resümee gefällt mir nicht. Denn gerade die Eigenständigkeit einer Katze hebt sich sehr wohltuend ab von der ausgeprägten Unterwürfigkeit eines Hundes.
Gut zu lesen mit netten Bildern.
Herzliche Grüße,
Heliane.

#5 RE: Katzengedichte von Klatschmohn 22.03.2018 21:53

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Liebe Heike,
die Katzengedichte stammen aus verschiedenen Epochen. Von wann das 2. stammt? Keine Ahnung, aber es hört sich wirklich noch sehr kindlich an.
Im Übrigen hast Du Recht: es sind wirklich Weidenkätzchen im Spiel…. Und auch echte Kätzchen. Ist halt ein „Teekesselchen“. War schon mal ein Zweitgedicht zu einer Aufgabe.
Und das auch das Eckgedicht hast Du auch schon mal gelesen.
Ganz liebe Grüße und ein Dankeschön fürs vorbei schauen,
Heidi


Liebe Ilona,
ja, man könnte die beiden für einen Vortrag tatsächlich verwenden. Lieben Dank für diesen guten Tipp. Ich denke das könnte ich mal machen. Ich habe mir so was erhofft.
Allerliebste Grüße, Heidi


Liebe Heliane,
Wieso hast Du Schwierigkeiten mit dem „Teekesselchen“? Das war mal ein Zweitgedichte zur einer entsprechenden Aufgabe und Du hattest es gut gefunden.
Man kann nicht sagen Hunde wären unterwürfig. Sie sind halt keine Einzelgänger wie Katzen, sondern sind auf Gruppenzugehörigkeit geprägt. Da muss es halt Regeln geben und wenns schlecht für uns läuft, sind sie die Chefs.
Sie können unsere Mimik und Körpersprache besser lesen als wir teilweise untereinander. Außerdem verstehen sie viele Wörter und gesprochene Zusammenhänge.
Außerdem haben sie eine ähnliche Verhaltensstruktur wie Menschen und sind deshalb auch sehr stark von den Bedingungen abhängig unter denen sie aufwachsen. Ein unterwürfiger Hund ist dann halt der Ängstliche in der Gruppe, aus welchem Grund auch immer.
Vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren. Mit liebem Gruß,
Heidi

#6 RE: Katzengedichte von Sanssouci 23.03.2018 16:51

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Liebe Heidi!

Mir gefällt am besten deine Katzenmusik.
Besonders einfallsreich das zum Verb mutierte klavieren.
Ein wenig schade nur, dass durch die Silbenreduktion das blamiern sein e lassen musste.
Für einen Vortrag sehr gut geeignet!

Sehr gern gelesen und kommentiert.

Grüße von Sanssouci

#7 RE: Katzengedichte von Klatschmohn 23.03.2018 17:13

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Lieber Martin,
ein tolles Foto hast Du da von Dir eingestelt!
Schön mal wieder etwas was von Dir zu lesen.
Das fehlende "e" ist ja nur der Optik geschuldet, denn ich hatte es zuerst schon einmal mittig konzentriert eingestellt.
Ganz herzliche Grüße,
Heidi

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