#1 Jahreswende von Klatschmohn 03.01.2018 10:06

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Jahreswende

Lässt sich dunkle Zeit hernieder,
kehrt der Aberglauben wieder,
macht dass Menschen ängstlich hoffen,
dass sie nicht vom Leid betroffen,
und erheben alten Brauch.

Doch in mir erklingt ein Lied,
dass sich durch das Dunkel zieht,
mich erfreut, mir Hoffnung schenkt,
und auf neue Wege lenkt.
Ich versuche, sie zu gehen.

Freude fühle ich und Glauben,
lass mir nicht die Hoffnung rauben
und verspüre zartes Glück.
Altes lasse ich zurück,
denn der Weg geht stets voran.

Lässt sich neues Denken nieder,
kehrt ein froher Glaube wieder
und ich kann getrost nun hoffen,
dass Entscheidung, die getroffen,
nicht verweht in Schall und Rauch.

#2 RE: Jahreswende von Heike 03.01.2018 10:14

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Liebe Heidi,
dein schönes Gedicht wirkt wie eine Medizin mit Superheilkraft. Ich schöpfe Hoffnung, Freude, Liebe, Zuversicht. Danke.
LG Heike

#3 RE: Jahreswende von Klatschmohn 03.01.2018 10:21

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Liebe Heike,
wie schön dass Du mitschwingen kannst.
Heute morgen habe ich mir die Gedichtaufgabe von Hans vorgenommen und das Gedicht geschrieben, während draußen ein starker Sturm tobt.
Das Gedicht war nicht so positiv wie dieses, aber noch während des Schreibens habe ich ein Gefühl vernommen, dass ich dann in dem obigen Gedicht verarbeitet habe und ich bin selbst ganz froh geworden.
Liebe Grüße, Heidi

#4 RE: Jahreswende von Heliane 03.01.2018 14:03

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Liebe Heidi,

Zitat
Heute morgen habe ich … das Gedicht geschrieben, während draußen ein starker Sturm tobte.

Ja, das ist unüberlesbar: Der Sturm hat wohl ein paar Kommas verweht?

Zitat
S1 V1,2,4
Lässt sich dunkle Zeit hernieder Komma
kehrt der Aberglauben wieder Komma
dass sie nicht vom Leid betroffen kein Komma
S2 V2
dass sich durch das Dunkel zieht Komma
S4 V4
dass Entscheidung Komma die getroffen,

Ein hübsches und positives Gedicht zum Neuen Jahr, es gefällt mir gut.
Herzliche Grüße ins Neue Jahr,
Heliane.

#5 RE: Jahreswende von 03.01.2018 16:06

Liebe Heidi,

mir gefällt Dein Gedicht mit den Gedanken positiv und mit Hoffnung in die Zukunft zu blicken. Auch finde ich es gut, sich nicht weiter mit dem Schlechten der Vergangenheit zu belasten. Als negativ dabei empfinde ich jedoch den Glauben, weil durch ihn das freie Denken behindert oder eingeschränkt wird.
Ein frohes Neues Jahr wünscht mit

LG Hans

#6 RE: Jahreswende von Sanderling 04.01.2018 06:18

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Liebe Heidi,
dein Gedicht spricht mich an. Es hat einen klaren Aufbau und ich finde mich als Leser, in meinen eigene Gedachten und Gefühlen schnell wieder. Die Kraft der dritten Strophe ist für mich so befreiend, dass ich dieser Wirkung zuliebe die vierte Strophe streichen würde.
herzliche Grüße!
der Sanderling

#7 RE: Jahreswende von Klatschmohn 04.01.2018 18:40

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Liebe Heliane,
danke für Dein Vorbeischauen, die Kommaregulierung und Dein freundliches Lob.
Der Sturm hat übrigens immer noch getobt, als ich das schrieb.
Lieben Gruß,
Heidi


Lieber Hans,
danke für Dein Lesen und kommentieren. Das mag ja sein, dass Du mit "Glauben" nichts anfangen kannst, aber das Wort "Glauben" kann für viele Dinge stehen.
Liebe Grüße,
Heidi


Lieber Sanderling,
ich freue mich, dass Du Dich in mein Gedicht einfühlen konntest. Den letzte Vers hatte ich erst einmal zum Abrunden in gleichem Reim wie im ersten Vers geschrieben, aber da steckt außerdem für mich noch etwas Wichtiges drin.
Liebe Grüße,
Heidi

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