#1 *.U-Bahn von Heliane 28.01.2014 12:54

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U-Bahn

Es dröhnt und zischt und wackelt hin und her,
die Luft ist stickig, Atmen fällt mir schwer -
ein harter Rucksack stößt in meinen Rücken.
Im Tragetäschlein greint ein kleiner Matz,
die Mutter sucht verzweifelt einen Platz,
sie kann sich nur in eine Ecke drücken.

Das U-Bahnfahren kann gefährlich sein:
Zwei schwer Betrunkne drängeln sich herein,
sie grölen äußerst unverschämte Lieder.
Pennäler hören zu mit offnem Mund,
ein Mann gibt mutig seinen Ärger kund,
die beiden Trinker wippen auf und nieder.

Und plötzlich, keiner hat es sich gedacht,
des einen Faust aufs Kinn des andern kracht;
es rinnt das Blut, sofort herrscht dumpfes Schweigen.
Ein jeder schaut entsetzt nach Anderswo,
manch einer offensichtlich schadenfroh,
und keiner möchte seinen Unmut zeigen.

Ich auch nicht, weil ich keine Heldin bin,
wär gerne mutig, das ergäbe Sinn -
ich steige aus, von Angst und Wut benommen.
Gewissenlos und feige schimpf ich mich,
als Hasenherz und schrecklich zimperlich -
für heute bin ich gut davon gekommen .....


Es dröhnt und zischt und wackelt hin und her,
die Luft ist stickig, Atmen fällt mir schwer -
ein harter Rucksack stößt in meinen Rücken.
Im Tragetäschlein greint ein kleiner Matz,
die Mutter sucht verzweifelt einen Platz -
sie kann sich nur in eine Ecke drücken.

Sogar am Morgen kanns gefährlich sein:
Zwei schwer Betrunkne drängeln sich hinein,
sie grölen äußerst unverschämte Lieder.
Pennäler hören zu mit offnem Mund,
ein mutger Mann gibt seinen Unmut kund -
die beiden Trinker wippen auf und nieder.

Und plötzlich, keiner hat es wohl gedacht,
die Faust gezielt auf Kinn und Nase kracht.
Es rinnt das frische Blut, herrscht Grabesstillen -
ein jeder schaut entsetzt nach Anderswo,
manch einer offensichtlich schadenfroh,
sie zeigen nicht mal ihren Widerwillen.

Ich auch nicht, weil ich keine Heldin bin.
Wär gerne mutig, das ergäbe Sinn -
ich steige aus, von Angst und Wut benommen.
Gewissenlos und feige schimpf ich mich,
als Hasenherz und schrecklich zimperlich -
für heute bin ich gut davon gekommen .....

#2 RE: * < U-Bahn von Thomas 28.01.2014 18:14

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Liebe Medusa,

da sprichst du sehr direkt ein bedrückendes Problem an. Ich interpretiere es so, dass einer der Betrunkenen etwas auf die Nase bekommen hat, d.h. eine Unannehmlichkeit durch etwas noch schlimmeres ersetzt wurde.

In der Zeile "Es rinnt das frische Blut, herrscht Grabesstille" finde ich das "frisch" etwas unpassend. Vielleicht ginge "Es rinnt das Blut. Und trotzdem Grabesstille" oder sogar "Es rinnt das Blut - trotzdem Grabesstille"

Vielleicht könnte man auch "und Schiss" durch "noch ganz" oder ähnliches ersetzen, da das Wort Angst nicht gedoppelt werden muss.

Liebe Grüße
Thomas

#3 RE: * < U-Bahn von Heliane 28.01.2014 22:49

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Lieber Thomas,

ich war in den letzten Tagen oft mit der U-Bahn unterwegs - das war nicht spaßig .
Alle Außenseiter scheinen sich dort ein Stelldichein zu geben und Differenzen unter den verschiedenen Gruppen gehören zum Alltag.
Die Geschichte mit den beiden Betrunkenen ist längst nicht zuende: Der eine, der seine Faust aktivierte, übergab sich mitten in die Menge! Zum Glück war ich nicht betroffen, denn es kam der Bahnhof, und ich konnte aussteigen!

Deine beiden Vorschläge lasse ich mir durch den Kopf gehen und bedanke mich dafür.
Herzliche Grüße,
Medusa.

#4 RE: * < U-Bahn von Klatschmohn 29.01.2014 08:31

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Liebe Medusa,
gekonnt und mit sehr frischem Schwung hast Du Deine Schweifreime hier vorgestellt. Sie lesen sich vollkommen mühelos wie eine Geschichte, dies sogar noch in 4 Strophen und decken dabei noch ein Stück menschlicher Verhaltensweise auf.
Ich kann nur sagen: Super!
Liebe Grüße, Klatschmohn

#5 RE: * < U-Bahn von Heliane 29.01.2014 10:42

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Liebe Klatschmohn,

noch nie habe ich ein Gedicht in solch kurzer Zeit und unter ähnlichem Druck geschrieben.
Umso mehr freut mich dein dickes Lob, für das ich mich ganz herzlich bedanke.

U-Bahnfahren ist in Berlin abenteuerlich. Immer wieder passieren Übergiffe zu jeder Tages- und Nachtzeit und du kannst dich glücklich schätzen, unbeschadet wieder ans Tageslicht gekommen zu sein. Leider lässt sie sich bei manchen Zielen nicht umgehen .

Nochmals Dankeschön und herzliche Grüße,
Medusa.

#6 RE: * < U-Bahn von 29.01.2014 12:19

Liebe Medusa,

du schilderst eine beklemmende Situation, die wohl jeder kennt, und hier noch einmal (wenn auch ungern) hautnah miterleben kann. Die Schweifreime sitzen perfekt. Die offenbar reimgeschuldeten "Grabesstillen" gefallen mir allerdings nicht. Des weiteren stach mir eine unschöne Inversion ins Auge:

Zitat
die Faust gezielt auf Kinn und Nase kracht.


Aber für eine so schnelle Geburt in letzter Minute ist Dir das Werk gut gelungen. Den kleinen Schönheitsfehlern kannst Du Dich ja in aller Ruhe noch widmen.

Du schreibst, das Verdichtete ist eine wahre Begebenheit und Du warst selbst dabei. Na, dann wünsche ich Dir, dass Du so bald nicht wieder in eine U-Bahn steigen musst. Und wenn doch, dann sollen lieber ein paar mitteilungsfreudige Klatschtanten in Deiner Nähe sitzen.

Liebe Grüße
Claudi

#7 RE: * < U-Bahn von Heliane 29.01.2014 13:43

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Liebe Claudia,

ja, meine Zeit war knapp, ein "Schnellschuss" ist das Gedicht trotzdem nicht, ich habe fleißig gefeilt .
Ich werde zunächst alle Vorschläge sammeln und dann noch einmal an die Arbeit gehen.
Die "Grabesstillen" sind tatsächlich dem Reim geschuldet und ich mag sie auch nicht. Das ist eine Feinheit, die ich unter Zeitnot nicht in den Griff bekommen habe.
Den von dir zitierten Vers sehe ich nicht als Inversion oder besser: Als eine (noch!) vertretbare Satzverdrehung, die ich durchgehen ließe .

Meine "U-Bahn-Reiserei" ist zum Glück beendet! Grad gestern wurden zwei Kontrolleure von Jugendlichen, die wahrscheinlich keinen Fahrschein hatten, verprügelt - ich saß am anderen Ende des Waggons, bin ausgestiegen, habe den Notrufknopf gedrückt und den Vorfall geschildert. Was danach geschah, weiß ich nicht - ich habe mich verkrümelt; ich sah allerdings aus dem Augenwinkel zwei Securities mit Schäferhunden, vielleicht sind sie eingestiegen?
Ich befürchte, meine Klatschtanten würden auch eins auf den Nüschel kriegen, hörten sie nicht auf zu nörgeln .

Herzlichen Dank für deinen Kommentar und viele liebe Grüße,
Medusa.

#8 RE: * < U-Bahn von 29.01.2014 16:11

Liebe Medusa,

bin erstaunt wie gut und in kurzer Zeit Du diese vier Strophen geschafft hast. Sicher war Dir die Inspiration durch das wahre Erlebnis ein Hilfe. Leider habe ich mein Ziel wenigstens zwei akzeptable Strophen zu schreiben trotz Mühe nicht erreicht. Die Berliner U-Bahn scheint ja sehr gefährlich zu sein. Sei weiter bei U-Bahnfahrten vorsichtig, wir wollen doch noch viele solch gut gelungene und lebensnahe Verse von Dir lesen.

LG Hans

#9 RE: * < U-Bahn von Yette von York 29.01.2014 17:13

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Liebe Medusa,
in einem nicht nur langversigem Gedicht zudem eine gehaltvolle Geschichte zu erzählen, ist dir auf eindrucksvolle Weise gelungen.

Für S3 hätte ich einige Ideen, die dir vielleicht zusagen könnten:

Zitat von Medusa im Beitrag #1

Und plötzlich, keiner hat es wohl gedacht,
ein Fausthieb da auf Kinn und Nase kracht.
Es rinnt das Blut und plötzlich Totenstille -
ein jeder schaut entsetzt nach Anderswo,
manch einer offensichtlich schadenfroh,
zückt präventiv zum Schutz die Sonnenbrille.


Und im Anschluss S4 V1 (damit der Sinn erhalten bleibt):

Zitat von Medusa im Beitrag #1

Ich auch, weil ich doch keine Heldin bin.
Wär gerne mutig, das ergäbe Sinn -
ich steige aus, von Angst und Wut benommen.
Gewissenlos und feige schimpf ich mich,
als Hasenherz und schrecklich zimperlich -
für heute bin ich gut davon gekommen .....


Alles Liebe von Yette

#10 RE: * < U-Bahn von Heliane 29.01.2014 20:23

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Lieber Hans,

danke für die Sorgen, die du dir machst . Berlin steht nicht an der Spitze der Übergriffe, es ist Hamburg. Ich hatte das Pech, zwei Mal kurz hinter einander Zeugin in einer stark betroffenen Linie zu sein. Es gibt jede Menge Linien, in denen noch nie etwas passiert ist .

Ich freue mich sehr über dein Lob zu meinem Gedicht. Ich bin selbst erstaunt, dass es mir in sehr begrenzter Zeit recht gut gelungen ist. Das liegt sicher auch an der nicht allzu schwierigen Strophenform.

Sei nicht traurig um deine zweite Strophe, sowas passiert eben. Du kannst nicht für alle Leser schreiben und bei jedem zu jedem Gedicht Jubelstürme erwarten .

Herzliche Grüße,
Medusa.



Liebe Yette,

ich habe weiter oben verkündet, erst alle guten Vorschläge zu sammeln, bevor ich mich wieder mit dem Gedicht beschäftige. Deine Tipps gefallen mir, bis auf die 'Sonnenbrille' (), sehr gut und ich danke dir dafür; schaun wir mal, was noch zusammen kommt .

Falls es dich interessiert: Es sind Schweifreimstrophen mit dem Reimschema aabccb, fünf Hebungen (also noch keine Langverse), stumpfen Kadenzen bzw. klingenden Kadenzen in V3 und V4 und einer leichten Zäsur nach V3. Diese Form gibt es auch umgekehrt: Sing mal "Der Mond ist aufgegangen", dann hast du genau das Gegenteil .

Herzliche Grüße,
Medusa.

#11 RE: * < U-Bahn von 30.01.2014 05:39

Liebe Medusa,
na wenn Dir solch ein gelungener Text ruck zuck und unter Zeitdruck aus dem Ärmel gefallen ist, dann darfst Du von nun an keine Gnade mehr für Deine 'Ausgebackenen' erwarten.

Sehr originelles Thema, die beängstigende Situation prima eingefangen und wiedergegeben. Abgesehen von S 3, wo noch ein wenig Nacharbeit vonnöten ist, gibts nix zum Meckern. Ganz im Gegenteil: ich finde Deine Aufgabenlösung sehr gelungen.

Und wenn Du in S 2 diese Zeile einfach umstellst, kannst Du das unwuchte 'mutge' auch über Bord werfen:
Ein Mann gibt mutig seinen Unmut kund.

Auch, wenns von einer schlimmen Begebenheit erzählt - auch die gehören zum Alltag, daher: sehr gern gelesen.

LG von Lailany

#12 RE: * < U-Bahn von Heliane 30.01.2014 12:26

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Liebe Lailany,

dass ausgerechnet du keinen "Trüffel" findest .
Vielleicht sollte ich es öfter versuchen, unter Zeitdruck zu schreiben?
Ich freue mich sehr, dass dir dieses Gedicht gefällt; mit den Änderungen warte ich noch ein Weilchen .

Ganz so schlimm, wie es sich anhört, ist es mit der U-Bahn in Berlin nicht. Ich war nur zwei Mal zur falschen Zeit am falschen Ort; bei vielen anderen Fahrten geschah nichts .
Allerdings habe ich vorläufig die Schnauze voll und werde mit anderen Verkehrsmitteln lieber Umwege in Kauf nehmen .

Herzliche Grüße ins abendliche Kiwiland,
Medusa.

#13 RE: * < U-Bahn von Yette von York 30.01.2014 14:13

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Zitat von Medusa im Beitrag #10
Falls es dich interessiert: Es sind Schweifreimstrophen mit dem Reimschema aabccb, fünf Hebungen (also noch keine Langverse),

Ich bin echt keine Expertin, daher nahm ich bislang an, daß Langverse sich dadurch kennzeichnen, daß der Vers mehr als 10 Silben hat – naja, Asche auf mein Haupt. Daher danke ich für die Aufklärung, technisch gesehen bin ich nämlich noch auf einem Auge blind.
Und was die „Sonnenbrille“ betrifft: Die Stelle klingt jetzt fast ein wenig scherzhaft. Also in Anbetracht der Ernsthaftigkeit des Themas ist das wirklich nicht so der Burner – aber einen Versuch war es wert, denn mit der „Grabesstille/n“ in S3 V3 hast du schon a bissle geschummelt

#14 RE: * < U-Bahn von Heliane 30.01.2014 14:24

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Liebe Yette,

JA, da habe ich in der Tat geschummelt . Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass ich diese Falten noch gebügelt bekomme .
Du bist noch auf einem Auge blind? Macht nichts . Schau einfach bei den "E-Werken", in den "Gedichtesammlungen" oder den "Strophenformen" nach, da wirst du garantiert fündig.

Viel Erfolg und herzliche Grüße,
Medusa.

#15 RE: * < U-Bahn von Derolli 31.01.2014 08:59

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Liebe Medusa,

also ich (und deine Antwort vom 28.01.2014 22:49, scheint das zu unterstützen) las es auch so, dass der Betrunkene der Agressor ist. Gegenüber dem anderen Suffkopp - das wäre meine Frage?

Hier der Vers der schon angesprochen wurde:

Zitat
Und plötzlich, keiner hat es wohl gedacht,
die Faust gezielt auf Kinn und Nase kracht.
Es rinnt das frische Blut, herrscht Grabesstillen -
ein jeder schaut entsetzt nach Anderswo,
manch einer offensichtlich schadenfroh,
sie zeigen nicht mal ihren Widerwillen.



Für diesen ein paar Denkanstöße:

Meine oben gestellte Frage ist dabei wichtig, wer genau kämpft mit wem. Zanken die beiden Alkis untereinander, oder mit einem Fahrgast, der ihnen quer kam (wenn auch nur wegen seiner puren Anwesenheit). Dann könnte man das einflechten und "Wille" auf "Promille" reimen. Denn die Zeile: "die Faust gezielt auf Kinn und Nase kracht" wirkt auf mich etwas irritierend - denn ich denke immer, dass die Faust kracht und nicht die Nase, was aber wohl eher deine Intension ist. Also ich würde, hier den Kampf vielleicht etwas mehr beschreiben und den Grund dafür (gerade dann wenn er einfach nicht nachvollziehbar ist) erwähnen.

Den schweres Thema kommt durch den "unrunden" Schweifreim, da er den Kreuzreim so jäh unterbricht, ganz gut zu Geltung. Ich finde es immer am besten, wenn die gewählte Form eben auch den Inhalt unterstreicht, statt nur bestimmendes Korsett zu sein. Das ist dir und Thomas wirklich gelungen.

Liebe Grüße

Derolli

#16 RE: * < U-Bahn von Heliane 31.01.2014 12:21

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Lieber Olli,

der eine Alki hat dem anderen eins drauf gegeben und der sackte mit blutender Nase an andere Fahrgäste. Richtig umfallen konnte er nicht, weil es zu voll war; der Schläger hat sich übergeben .....
Dass das nicht klar rüber kommt, liegt wahrscheinlich auch an meiner Verwirrung und meinem Schrecken, die wieder gegenwärtig waren, als ich das Gedicht schrieb. Mal schauen, wie ich das reparieren kann, deine Tipps sind prima, danke .

Herzliche Grüße,
Medusa.

#17 RE: * < U-Bahn von 01.02.2014 09:41

Liebe Medusa,

sehr anschaulich, wie du die Begegnung in der U-Bahn beschreibst, ich fühle mich fast wie einer der umstehenden Fahrgäste. Deine Schweifreime gefallen mir gut, obwohl ich einige kleine Haken spüre.
In S1V6 häufen sich die Einsilber und in S2 stören mich ein wenig die Wörter „Betrunkne, offnem, und mutger“.

Um die Faust nicht so unverhofft krachen zu lassen, habe ich deinen Text abgewandelt, vielleicht gefällt dir etwas davon.

Pennäler hören zu mit offnem Mund,
ein mutger Mann gibt seinen Unmut kund -
den beiden Trinkern / den Saufkumpanen wächst / schwillt das Kampfgefieder.

Auf einmal ist ein lauter Streit entfacht
und eine Faust aufs Säuferkinn gekracht.
Es rinnt das Blut, ringsum herrscht tiefes Schweigen,

ein jeder schaut entsetzt nach Anderswo,
manch einer offensichtlich schadenfroh,
darauf bedacht, es möglichst nicht zu zeigen.

Ich duck mich, weil ich keine Heldin bin.
Wär gerne mutig, das ergäbe Sinn -

Nun bin ich gespannt, wie deine Endfassung aussehen wird.

Liebe Grüße
Sid

#18 RE: * < U-Bahn von Eremit 01.02.2014 12:02

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#19 RE: * < U-Bahn von Heliane 03.02.2014 13:39

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Hallo zusammen ,

viele eurer wundervollen Vorschläge habe ich in meine Überarbeitung übernommen und hoffe, jetzt funzt mein Gedicht besser.
Ich danke euch ganz herzlich für eure Mitarbeit.

Viele liebe und sehr gespannte Grüße vom Ostseestrand,
Medusa.

#20 RE: * < U-Bahn von 04.02.2014 05:45

Liebe Medusa,

ja, jetzt funzt es noch besser! Eine Kleinigkeit ist mir erst jetzt aufgefallen:

Zitat
Zwei schwer Betrunkne drängeln sich hinein,


Hier müsste es wohl "herein" heißen. Der Reim bleibt ja zum Glück erhalten, und es ist nur noch ein kleiner Pinselstrich.

Liebe Grüße an den Ostseestrand
Claudi

#21 RE: * < U-Bahn von Yette von York 04.02.2014 07:59

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Liebe Medusa,
dein Werk liest sich nach wie vor flott und es steckt voller Dramatik, dennoch habe ich im Übergang von S3 zu S4 ein Problem von der Logik her:

Zitat von Medusa im Beitrag #1

und keiner möchte seine Ängste zeigen.

Ich auch nicht, weil ich keine Heldin bin,


In diesem Kontext verstehe ich die Kern-Aussage nicht, denn vom Zusammenhang her hätte ich anderes erwartet, also statt dessen:
Zitat von Medusa im Beitrag #1

und keiner möchte seinen Ärger zeigen.

Ich auch nicht, weil ich keine Heldin bin,


In S1 V5 hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen:
Zitat von Medusa im Beitrag #1

die Mutter sucht verzweifelt einen Platz,


Alles Liebe von Yette

#22 RE: * < U-Bahn von Heliane 04.02.2014 11:43

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Liebe Claudia,
tausend Mal gelesen, tausend Mal überlesen - es ist nicht zu fassen !
Herzlichen Dank und viele liebe Grüße,
Medusa.



Liebe Yette,
beim Überarbeiten schleichen sich immer wieder Fehler ein , danke fürs Finden !
Ich habe die Ängste durch 'Unmut' ersetzt, weil Ärger schon in der zweiten Strophe steht und ich Doppelungen, so gut ich kann, vermeide; eine Alternative fällt mir nicht ein .
Ein liebes Dankeschön und herzliche Grüße,
Medusa.

#23 RE: * < U-Bahn von Gini 19.02.2014 13:30

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Hallo, liebe Medusa!
Was das Schreiben angeht, bin ich noch ein A-B-C-Schütze, aber lesen kann ich schon!

Du hast die Stuation in der U-Bahn sehr gut beschrieben und auch deine Schlussgedanken kann ich sehr gut nachvollziehen!
Ich lobe mir meine ländliche Idylle eine gute Autostunde nördlich von dir!

Danke für das Gedicht!
Gini

#24 RE: * < U-Bahn von Heliane 20.02.2014 09:22

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Liebe Gini,

fein, dass dir mein Gedicht gefällt, danke fürs Lob .
Ausreißen ist sicher nicht der richtige Weg, aber was kannst du anderes machen, wenn dir die Knie vor Angst weich werden?

Eine gute Stunde nördlich von mir? Oh, wie hübsch .
Herzliche Grüße,
Medusa.

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