#1 Mahnende Stimmen. von plotzn 17.01.2014 20:57

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Was zum Henker ist geschehen?
Plötzlich kann ich klar verstehen,
was die Dinge in der Nähe
denken, wenn ich sie besehe.

Unser Sessel beispielsweise
ächzt zunächst und meint dann leise,
wenn ich mich gerade setze:
Zugenommen, wie ich schätze!?

Auch der Kühlschrank spricht verdrießlich:
Schließ sofort die Türe! Schließlich
starre ich ja auch nicht immer
doof in euer Speisezimmer!

Teile aus dem Wäschehügel
machen, wenn ich schon mal bügel,
gleich Gezeter und Theater:
Deine Frau kann’s akkurater!

Das ist hart! Und selbst mein Spülen
scheint sich nicht gut anzufühlen:
Deine Frau hat weich‘re Hände!
meckern die Geschirrbestände.

„Weil ich das nicht länger aushalt,
lasse ich ab jetzt den Haushalt
lieber dir, mein Schatz!“ Sie grinst
mich kurz an und sagt: „Du spinnst!“

#2 RE: Mahnende Stimmen von 18.01.2014 13:59

Lieber Plotzn,
ich bin schockiert und baff, mit welchen schnöden Ausreden mann sich vor jeglicher Hausarbeit drückt! Und ich dachte mir, ich hätt schon alles gehört, sowie eine Antwort drauf... DAZU aber fällt mir aber nix mehr ein.
KÖSTLICH!!!
Dringend anzuraten wäre, vom Putzen der Klomuschel Abstand zu nehmen... stell Dir mal vor, Du beugst Dich grad

darüber und sie frägt dich barsch:
"Warum zeigst du mir heut den A....?"

Jetzt schäm ich mich... ein wenig.
Ich setze auf Deinen HUMOR!!!!

GLG von Lailany

#3 RE: Mahnende Stimmen von plotzn 18.01.2014 15:23

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Liebe Lailany,

jetzt bin ich aber schwer entsetzt, also nein!! Ich wusste gar nicht, dass die Porzellanteile soooo kurzsichtig sind. Kein Wunder, dass sie ein großes Monokel tragen... Ich kann mir das nur so erklären, dass die Brille zum Putzen gerade hochgeklappt war.

Auch wenn ich es nur äußerst ungern zugebe, war das eine brilliante Fortsetzung des Gedichts. Du verstehst die Stimmen anscheinend auch.

Liebe Grüße, Stefan (auf dessen Humor sich jeder setzen darf )

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