#1 Essai über das westliche Denken von Günter 23.10.2016 14:21

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In der westlichen Welt, zu der ich alles zähle, was westlich von Indien liegt, hat seit Urzeiten der Dualismus das Denken der Menschen bestimmt. Auf der einen Seite steht das Gute und auf der anderen das Böse. Diese beiden stehen im fortwährenden Kampf und fanden so Niederschlag in den Religionen. Gott und Teufel, gute und böse Geister, Feen und Hexen usw. haben sich nicht nur in den Mythen bewahrt, sie sind heute immer noch Gegenstand unseres Alltags.
Was nicht gut ist, muss demnach böse sein und was mir nicht nützt, das schadet mir. Ich sehe darin eine simple Schwarz-Weiß-Malerei, die nicht die Vielfalt der Erscheinungen trifft.
Ein Landwirt bebaut seinen Acker mit Nutzpflanzen und alles was sonst noch auf diesem Acker wachsen will, wird als Unkraut bekämpft. Dabei gilt seltsamerweise auch der Raps, der auf seinem Acker als Nutzpflanze gilt, im Weizenfeld als Unkraut, selbst wenn er dort nicht so genannt wird. Unkraut ist damit alles, was dort wächst, wo es nicht wachsen soll?
Das Böse zu bekämpfen, wird als gute Tat verstanden. Doch ist nicht der Kampf, die Vernichtung von Leben auch eine böse Tat? Georg tötet den Drachen und wird damit zum Heiligen und wird als Sankt Georg verehrt, als Heilsbringer! Böse kontra Bösem wird somit zum Guten? Gilt hier das Prinzip der doppelten Verneinung?
Wenn ja, so schließt sich mir eine Frage an. Wenn Böse gegen Böse kämpft, wäre somit das eine Böse das Gute und das andere eben nicht? Wie soll ich diese beiden Unterscheiden?
Die Lösung scheint einfach und klar und richtet sich nach dem Nutzen. Was mir oder vielleicht auch uns nutzt, muss das Gute sein! Doch was ist mit der anderen Seite, die vielleicht gar nicht weit entfernt ist? Sie könnte sogar mein Nachbar sein! Ist das, was mein Nachbar will, das Böse, wenn es gegen meine Interessen gerichtet ist?
Ich bin überzeugt, dass sich diese Denkweise als Ursprung der meisten Konflikte benennen lässt. Wenn ich dieses Denkschema analysiere, so komme ich auf einen Begriff, ich nenne es Egoismus.
Dass Egoismus im Grunde nichts Gutes ist, ist weithin bekannt. Doch warum versteht es dann der Mensch nicht wirklich? Warum dringt es nicht vor bis in seine Gefühlswelt?
Ja, es gab zu allen Zeiten Menschen, denen nicht nur dem Worte nach der Egoismus fremd war. Menschen die Harmonie, Verständnis und Versöhnung nicht nur predigten. Was wurde aus ihnen? Teils wurden sie vom Getriebe zermahlen und von Füßen zerstampft. Teil wurden sie jedoch als Heilige auf Säulen gestellt. Nicht selten, nachdem sie zu Tode gefoltert wurden.
Wenn ich solche „Säulenheiligen“ betrachte, stellen sich mir zwei Fragen. Die erste lautet, waren diese Personen wirklich das, als was sie heute gefeiert werden oder wurden sie erst durch die Legende zu dem gemacht, als was sie heute gelten? Die zweite Frage verunsichert mich noch mehr. Warum wurden diese Heilsbringer zu ihrer Zeit so geringgeachtet und warum nimmt sich auch heute kaum jemand an ihnen ein Beispiel? Nach meinen Beobachtungen, geht es den heutigen Aktivisten, die sich für höhere Werte engagieren, nicht anderes als jenen, die in grauer Vorzeit lebten. Die Herrschenden verteufeln sie, weil sie gegen ihre Interessen agieren und das Volk glaubt mehrheitlich dem Herrscher mehr, als seiner inneren Stimme.

Nun schaue ich im Gegensatz dazu nach Osten. Dort gibt es sehr wohl auch Gut und Böse, doch werden sie anders als im Westen als zwei Seiten eines Dinges verstanden. Den Konfuzianismus erkenne ich als eine geschickte Verbindung von der Erkenntnis der Welt als Ganzes und dem Pragmatismus, dass ich meinem Widersacher freundlich begegnen muss, um auch von ihm gleichermaßen behandelt zu werden.
Eben diese Denkweise, dass alles ein Ganzes ist, führt zu einem Verhalten, dem anderen nicht zu schaden, um damit mir selbst nicht zu schaden. Dort wo dieser Konfuzianismus funktioniert, scheint auch die Gesellschaft zu funktionieren.
Mir fallen hierbei noch die Lehren des Laotse ein, der mehr auf den Frieden des Individuums mit sich selber setzt, doch mit meinem, westlich geprägtem Zweckdenken, lässt die Lehre der K'ung-fu-tzu besser in Einklang bringen.

Seit alten Zeiten treiben Menschen böse Geister aus, indem sie selbst böse Gestalten annehmen. Anfangs mag es diesen auch Ernst gewesen sein, doch wurden später Bräuche daraus, ohne dass man sich der Bedeutung noch klar war. So entstanden vielleicht auch moderne Späße und manch Unfug. Wer dies lustig fand, übernahm es und so breiteten sich diese Bräuche oder Späße aus. Welchen Sinn haben Bräuche, deren Hintergrund keinem mehr eine Bedeutung hat?

Kultur hat nicht nur ein sinnvolles Miteinander zur erreichen. Kultur ist auch ein Werkzeug der Herrschaft. In der westlichen Welt ist die Kultur der heute führenden Länder durch die christliche Religion maßgeblich geprägt. Bereits die Merowinger erkannten die Stärke der Kirche als Kulturträger und nutzten sie für sich als Machtfaktor. Sie nahmen auch gezielten Einfluss auf die Kultur der Kirche. Was den Herrschern nicht passte, wurde auch von der Kirche verteufelt.

In dieser Sicht, dient heute immer noch die Kultur, nicht selten über das Hilfsmittel Religion den Interessen der Mächtigen. Der IS nutzt dies genauso, wie auch der Nationalismus in seinen bekannten Erscheinungsformen. Ich sehe aktuell dabei zwei Erscheinungen, die ich diesem Gedanken unterordnen möchte. Es ist die Kultur der Sieger, die sich auf die Besiegten legt und damit Herrschaft beschönigen soll. Die ursprüngliche, vielleicht sogar höhere Kultur der Besiegten wird damit ausgelöscht. Siehe z.B. die Kultur der Inka oder die des ausgelöschten Karthago.
Geschieht diese Auslöschung zu schnell, so werden sich die Unterlegenen der Tatsache bewusst und es entsteht eine fanatisierte Gegenbewegung. Darin sehr ich unter anderem auch eine Wurzel des Islamismus. Auch das Jüdische Volk erfuhr eine solche Unterdrückung, die in der Folge den Zionismus entstehen ließ.

In Japan gelang es für eine geraume Zeit, die westlichen Einflüsse auszugrenzen. Begünstigt durch die Insellage wurden z.B. die westlichen Waffen geächtet und man besann sich auf die ritterliche Kriegskunst der Samurai. Auch China konnte sich über 2000 Jahre gegen westliche Einflüsse abschotten und damit weitgehend den Frieden bewahren. In Asien pflegt man auch Bräuche, bei denen Drachen Verwendung finden. Hier sind die Ursprünge sicher ähnlich, doch galten Drachen als Wächter der Kaiser.

Die Spitze des Bösen, welches als der vermeintliche Kampf gegen das Böse galt, war die Inquisition. Dieses schliche Wort, was nichts anderes als Untersuchung heißt, mutierte blitzschnell zu einer brutalen Machtdemonstration. Wie wir, die wir uns heute als aufgeklärte Menschen verstehen, wissen, gab es das Böse, die Hexen nicht! Und die Häretiker hatten nichts anderes getan, als selbständig zu denken und sich eine eigene Meinung zu bilden. Damit entzogen sie sich jedoch dem Machteinfluss der Kirche, die zu der Zeit die einzig bestimmende Macht war. Gegen welches Böse galt also der Kampf der Inquisition? Einmal beschuldigt, war man verloren. Nichts half. Jeder Verteidiger wurde sofort zum Opfer. Jeder böse Mensch, der einem anderen Schaden zufügen wollte, brauchte diesen nur zu denunzieren und schon war er ihn los. Dieses Denunziationspraxis hatte in der Folge weitere unrühmliche Beispiele gefunden, wie z.B. im Dritten Reich oder im Stalinismus.

Heute meinen wir, das wäre Geschichte und jeder Beschuldigte bekäme einen Verteidiger und einen reellen Prozess. Und doch sehe ich immer wieder Erscheinungen, die mich stark an die Inquisition erinnern. Ich meine, dass die Inquisition noch lange nicht überwunden ist. Ku Klux Klan und Guantanamo sind nur zwei Begriffe einer langen Liste von Erscheinungen aus der Neuzeit. Kein Land ist davor sicher und kaum ein Land bleibt unberührt. Rassismus und falsch verstandener Nationalstolz gehören genauso in die Reihe der Ursachen wie die politischen Intrigen.
All diese sind Bestandteile der Kultur und als solche werden sie akzeptiert und gelebt.

Die Sprache ist ein wesentlicher Kulturträger und ich sehe jede Formulierung, jeden Bedeutungswandel von Worten, jede sprachliche Gestaltung als ein Mittel, das kulturelle Denken zu bestimmen. Ob es in Gestalt von Mode, von Ritualen oder Kunst und Unterhaltung geschieht, es ist dabei nur ein Stilmittel.

Fanatismus wird mir nur bewusst, wenn wir die Opfer sind, wenn mir das Böse als Kunst oder Tatsachenbericht vor den Augen flimmert. Letztlich sehe ich diese Erscheinung, sowohl die erklärten Feinde, wie auch jene, die sie zu Feinden machen, als Machtfanatismus. Nichts vermag ihn aufzuhalten, es sei denn seine Zerstörung. Doch dann wären die Zerstörer wieder dieselben, die das Böse mit dem Bösen bekämpfen! Gibt es das Gute ohne das Böse und könnte das Gute ohne das Böse existieren? Ich glaube, dass das Böse die Kraft des Guten zu seiner Existenz braucht.

Auf einem unbearbeiteten Acker wird niemals ein Weizenfeld entstehen. Andererseits wird jedes Gift zur Erhaltung der Kultur auch Bestandteil der Kultur (wie hier des Weizens) und wird denjenigen, den es nähern soll, vergiften. Doch so schnell sich der Mensch an diese Gifte vielleicht gewöhnen mag, genauso gewöhnt er sich an das Böse, solange er glauben kann, dass es dem Guten dient.

#2 RE: Essai über das westliche Denken von 23.10.2016 18:24

Lieber Günter,

Deinem Essai entnehme ich eine vorsichtige Bewusstmachung, die sicher auch von vielen verstanden wird und nicht häufig abgelehnt wird, weil sie auch kein starker Angriff auf die bestehende Unverständigkeit ist. Die Inquisition gibt es auch heute noch, doch sie wird nur bekämpft wenn es um wirksame Angriffe gegen die bestehenden Mächte geht.

LG Hans

#3 RE: Essai über das westliche Denken von Günter 25.10.2016 09:50

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Lieber Hans,
ich freue mich, dass Du die Zeit aufgebracht und Dich durch den Text gekämpft hast.
Deine Meinung ist mir wichtig! Die bestehenden Mächte lassen sich nicht bekämpfen, sie haben alles in ihrer Hand. Doch damit schaffen sie sich selbst irgendwann damit ab. So war es schon immer.
Hab Dank für Deinen Kommentar!
Herzlichst Günter

#4 RE: Essai über das westliche Denken von Heike 26.10.2016 17:06

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Lieber Günter,
ich habe dein Essai gelesen. Da hast du dir ja viele Gedanken gemacht über "das Böse" in der Welt. Mir gefällt schon die sächliche Bezeichnung "das Böse" nicht, denn es ist ja kein eigenständiges Ding, sondern es sind immer nur die bösen Taten die der Mensch begeht. Die wird es auch leider immer geben.
LG Heike

#5 RE: Essai über das westliche Denken von Günter 01.11.2016 13:31

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Liebe Heike,
Dir gefällt das Essai nicht, das ist Dein gutes Recht!
Zum Gefallen habe ich es auch nicht geschrieben, sondern zu Nachdenken.

Zitat
"das Böse" ... es ist ja kein eigenständiges Ding, sondern es sind immer nur die bösen Taten die der Mensch begeht.


Was ist mit Gedanken, mit Worten, mit unsinnigen Regeln, mit Vorurteilen, mit Gefühlen, Ausstrahlungen, Gesichtern, mit Katastrophen und ähnlichem?
Kann das nicht böse sein?
Ich möchte hier nicht auf dem philosophischen Begriff verharren.
Herzlichst Günter

#6 RE: Essai über das westliche Denken von 01.11.2016 15:19

Lieber Günter, liebe Heike,

das Böse ist ein relativer Begriff. Es geht dabei um einen Interessenkonflikt. Was für die eine Seite gut ist, ist für die andere welche für dieses Gut in irgendeiner Form zahlen muss böse. Objektiv gesehen ist die auf Kosten der Mehrheit vorteilnehmende Minderheit böse. Doch machtvolle Minderheiten welche auf Kosten von Mehrheiten Vorteil nehmen, entstehen durch Umstände, welche Mehrheiten zur Verfügung stellen. Dabei sollten sich Mehrheiten fragen, welche Umstände sind es die solche Minderheiten erzeugen. Letztlich sind die Minderheiten auch nicht schuldig, denn sie werden von den Umständen geformt, welche von den Mehrheiten zur Verfügung gestellt werden. Die Ursache liegt bei den übergroßen Ungleichheiten, die Wesensverändernd sind, Machtkonzentrationen schaffen und dann Minderheitsinteressen gegen Mehrheiten durchsetzen. Einzelne Morde, Raub, Betrügereien usw. sind auch sehr böse doch es sind meist Ausnahmen, die zu bedauern sind.

LG Hans

#7 RE: Essai über das westliche Denken von Heike 01.11.2016 21:37

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Lieber Günter,

(Was ist mit Gedanken, mit Worten, mit unsinnigen Regeln, mit Vorurteilen, mit Gefühlen, Ausstrahlungen, Gesichtern, mit Katastrophen und ähnlichem?
Kann das nicht böse sein?)

Ich meine es gibt nicht das Böse wie es die Kirche vermittelt (Satan, Hexen usw.) Das hätten die gerne. Böse ist ein Adjektiv also eine Bezeichnung, für eine Tat die durch Menschen begangen werden kann, böse/schlechte Gedanken, Worte, Gefühle gibt es, oder Menschen die ein böses Gesicht ziehen. Für eine Katastrophe würde ich jetzt nicht das Wort böse verwenden sondern eher schrecklich, furchtbar o.ä. Ich sehe böse immer nur im Zusammenhang mit dem/der Handeln/Tat eines Lebewesens. In uns allen stecken Anlagen auf die wir mehr oder weniger Einfluß haben. Von Grund auf böse Menschen gibt es nicht. Sie werden erst durch andere Menschen dazu gemacht oder durch Krankheiten ausgelöst. Ich denke der Mensch hat immer eine Wahl, er muß sich nur über sein Handeln und die Folgen bewußt sein.
LG Heike

#8 RE: Essai über das westliche Denken von 02.11.2016 09:00

Lieber Günter, liebe Heike,

Michael Schmidt Salomon sagt es gibt weder Böse noch Schuld, denn jede Handlung und jedes Geschehen entsteht zwanghaft auf Grund der Summe aller Einflüsse (Behaviorismus). Strafen sind deshalb nicht sinnvoll. Statt dessen sollten die Einflüsse gesteuert und durch Maßnahmen korrigiert werden. Gesellschaftlich negatives Verhalten und Umstände müssen bekämpft und korrigiert werden. Schützen, Helfen und Heilen statt Strafen.

LG Hans

#9 RE: Essai über das westliche Denken von Günter 02.11.2016 09:26

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Liebe Heike,
in einem Essai werden Gedanken des Autors dargestellt, die möglichst genau den Stand seines Wissens mit einbeziehen. Er stellt, in diesem Fall die Sicht, seine Sicht dar, wie er das "Westliche Denken" beurteilt. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob Du das Beschriebene gut findest. Er (ich) nimmt (nehme) eine neutrale Position ein. Es spielt auch keine Rolle, ob es das Gut oder Böse gibt! In diesem Essai wir dargestellt, dass diese Denkweise, diese Einteilung nach Gut oder Böse existiert und eine kulturelle Bedeutung hat.

Ob dieser Denkweise gut, richtig oder nützlich ist, lässt sich diskutieren, hat aber nichts mir dem Essai zu tun. Ein Essai ist, wenn es richtig geschrieben ist, nicht angreifbar! Es ist eine Meinung zu einem Sachverhalt, als solche ist sie dargestellt und solche steht jedem Menschen zu. Ein Essai kann langweilig oder schlecht geschrieben sein, doch die Gedanken darin sind frei.

Du kannst zu Ausdruck bringen, dass Du eine andere Meinung zu einem Sachverhalt hast, oder dass Du das dargestellte westliche Denken z.B. als falsch ansiehst, dann musst Du es auch so formulieren.

Wenn Du sagst, das Böse gibt es nicht, dann hat das nichts mit diesem Essai zu tun! Es wird diese Behauptung nicht aufgestellt. Es wir hingegen gesagt, das Gut und Böse Bestandteil des westlichen Denken sind. Diese Aussage müsstest Du aufs Korn nehmen!

Ich würde es sehr konstruktiv ansehen, wenn Du Deine Meinung über Gut und Böse auch in einem Essai oder auch Essay darstellen würdest.
Dann könnten wir über Gut und Böse diskutieren!

Lieber Hans,
ich danke Dir für Deine richtigen und unterstützenden Ausführungen.

Herzliche Grüße und Dank für die Diskussion
Günter


liebe Hans,

#10 RE: Essai über das westliche Denken von Ostseemöwe 02.11.2016 10:33

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lieber Günter
Dein Essai regt zum diskutieren ein und ist sehr lebendig geschrieben.
Du hast gute Beispiele für das Denken im Dualismus genannt.
Ich frage mich allerdings, ist das westliche Denken wirklich so einseitig geprägt. Ich zweifle daran.
Es schmälert nicht Deine Ausführungen. Aber sie laden förmlich dazu ein verschiedene Sichtweisen zu diskutieren.

Liebe Grüße Ilona

#11 RE: Essai über das westliche Denken von Günter 02.11.2016 10:54

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Liebe Ilona,
deine Reaktion auf diesen Text ist die beabsichtigte. Du hast sicher nachgedacht und magst andere Erfahrungen haben. Ein Text kann natürlich niemals alles ausdrücken, was dazu zu sagen wäre. Wenn Du die Lust hat, darüber zu diskutieren - nur zu!
Du siehst das westliche, uns "angeborene" Denken anders? Wenn Du es mit Beispielen unterlegst, wird es noch reizvoller. Ich warte auf Deine Meinung!
Danke erst mal bis hier!
Herzlichst Günter

#12 RE: Essai über das westliche Denken von Heike 02.11.2016 11:06

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Lieber Günter,
ich habe dein Essai nicht angegriffen und auch nirgendwo geschrieben das ich es nicht gut oder richtig finde. Wenn du meinen Kommentar noch einmal liest wirst du das auch erkennen. Vielleicht kann ich mich nicht so gut ausdrücken und sollte mich etwas zurückhalten.
LG Heike

#13 RE: Essai über das westliche Denken von Heliane 02.11.2016 11:15

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Lieber Günter,
interessant, wie du vom Raps, dem Heiligen Georg, den Säulenheiligen, den bösen Geistern, dem Osten, dem Westen …, über Nationalsozialismus und Stalinismus, Kirche, Inquisition, Kultur und Religionen, Rassismus …, über Gut und Böse wieder zurück zum Weizenfeld findest.
Ja, ein Essay kann sowas hergeben.
Deine „Nachhilfe“ für Heike ist leider unvollständig. Ich darf hinzufügen, dass entsprechend der anspruchsvollen Thematik und ihrer gattungsspezifischen Behandlung auch die stilistische Vollendung gehört. D.h. eine geschliffene, pointierte, oft aphoristische oder ironische Diktion und formale Geschlossenheit, die aus der gedanklich-strukturalen Offenheit bewusst eine künstlerische Spannung zieht.
Diese Voraussetzungen erfüllt dein Essay leider nicht.
Herzliche Grüße,
Heliane.

#14 RE: Essai über das westliche Denken von Günter 02.11.2016 11:20

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Liebe Heike,
Deiner Aüßerung

Zitat
Mir gefällt schon die sächliche Bezeichnung "das Böse" nicht


insbesondere dem "schon" habe ich das entnommen.
Entschuldige bitte, wenn ich Dich falsch verstanden habe.
Herzlichst Günter

Liebe Heliane,
danke für die Belehrung!
...schade...
Herzlichst Günter

#15 RE: Essai über das westliche Denken von Heliane 02.11.2016 11:23

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Lieber Günter,
was heißt "schade"? Wenn Essai drauf steht, sollte Essay drin sein, oder?
Ich schreib ja auch nicht Rondeau drauf, wenn ich ein Sonett geschrieben habe .
Herzliche Grüße,
Heliane.

#16 RE: Essai über das westliche Denken von Heike 02.11.2016 11:37

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Lieber Günter,
so schnell wird man mißverstanden wenn man sich unklar ausdrückt. " Mir gefällt schon die sächliche Bezeichnung "das Böse" nicht, welches in unserem Sprachgebrauch üblich ist, weil es oft von den Religionen mißbraucht wurde usw."
LG Heike

#17 RE: Essai über das westliche Denken von Günter 03.11.2016 17:13

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Liebe Heike,
so ist es mit Redewendungen! Manchmal passen sie manchmal nicht. Beim Sprechen kann man am Tonfall unterscheiden, wie es gemeint ist und auch sofort bei Fehlinterpretation nachfragen. Beim geschriebenen Wort fehlt dieser Teil. Umso sensibler ist die Empfindung auf vermeintliche Untertöne.
Du verstehst!
Herzlichst Günter

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