#1 Die Nacht von Heike 14.08.2016 11:30

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Die Nacht

Die Nacht ist meine Liebe, sie ist so still,
der Himmel so weit, die Ruhe mein Ziel.
Die Sterne sind nah, berühren mein Herz
und trösten mich über Kummer und Schmerz.

Unter dem Sternenmeer träum ich von dir,
wie sehr ich mir wünsche du wärest jetzt hier
und packtest mich in Watte ein,
so weich wie Wolken im Sonnenschein,
dann rufst du den Wind, der bläst mich geschwind
übers Himmelsblau wie ein frohes Kind.

Doch der Morgen naht, es wird so hell,
ich gehe hinein und schließe mich schnell
in Dunkelheit ein,
um wieder zu sein mit der lieben Nacht,
die eifersüchtig meinen Kummer bewacht.

Sie lässt mich nicht frei, sie braucht mein Herz,
verführt mich mit Sternen zu neuem Schmerz
und die Ruhe ist ihre heimliche Macht,
durch die sie meine Träume belacht.


Heike Schmidt
Januar 2015

#2 RE: Nacht von Günter 14.08.2016 15:53

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Hallo Heike,
das klingt echt düster! So ist es aber nicht selten - eine gute Beobachtung. Die Trübsal und ihre Schwestern brauchen eine gewisse Umgebung zum Erblühen. Das kommt aus Deinen Zeilen gut hervor. Letztlich haben diese Gefühle teils auch etwas von latenter Sehnsucht. Man sucht und suhlt sich zuweilen sogar gern darin.
Herzliche Grüße
Günter

#3 RE: Nacht von Heike 16.08.2016 16:44

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Lieber Günter, danke, ja so ist es und so lange es einen Weg aus der Dunkelheit gibt ist es gut.
LG Heike

#4 RE: Nacht von anna a. 16.08.2016 19:00

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Liebe Heike,
mir gefiel besonders die erste Zeile sehr gut..die Stille der Nacht ist eine besondere und unterscheidet sich sehr von der Stille einer Mittags - oder gar einer Morgenstunde. In meinen Augen hast du sie treffend beschrieben. ..

Herzlichst

anna a.

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