#1 In Mondlichttälern von anna a. 13.05.2015 22:16

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Mondlicht,
ich trinke dich aus der Nacht,
aus den Schalen meiner Hände,
aus dem schalen Geschmack
einer bleichen Begegnung
trinke ich dich.

Mondlicht,
mich dürstet nach dir,
in deinem fahlen Scheine
will ich Vergehen spüren
und dunkeln und wachen
dürstend nach dir.

Mondlicht,
ich singe dir nach
deinen schweigenden Wogen,
nach deiner Ebbe und Flut
will ich von Strahlen gesogen
dir singen hernach.

#2 RE: In Mondlichttälern von Priska 14.05.2015 06:20

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Hallo Anna a.,

sehr poetisch, ganz in der Sprache der Romantiker. Mit der Romantik habe ich so meine Schwierigkeiten, mich würde das Gedicht vielleicht noch mehr ansprechen, hättest du es in der Sprache von heute geschrieben. Auch heute kann man noch Romantik finden, sie tritt nur nicht so schwärmerisch auf, nüchterner, der Autor schwebt nicht über den Wolken, sondern steht mit beiden Beinen auf der Erde. Aber das ist meine persönliche Ansicht, die keiner Silbe deines Gedichts Abbruch tun soll. Aber sieh dir noch mal die Conclusio an, irgendwas ist da etwas unklar, will mir scheinen.

Priska

#3 RE: In Mondlichttälern von Sabine M 14.05.2015 15:59

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Liebe Anna,

sehr gefühlvoll und berührend schön geschrieben.

LG, Sabine

#4 RE: In Mondlichttälern von Thomas 14.05.2015 18:00

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Liebe anna a.,

ich finde dein Gedicht sehr schön. Romatisch-Schwärmerisches kann ich nicht entdecken und die "conclusio" ist wohl klar, weil der exakte Aufbau auf dein mondinspiriertes Singen des Gedichtes hinarbeitet. Sehr schön reflexiv, wie der Mond halt so ist. Ich würde sogar das "still" in der sechsten Zeile weglassen, da die Entwicklung auch ohne das Wort klar wird und der Rhythmus noch ein bisschen besser (vergleiche die Schlusszeilen der Strophen). Es ist aber nur eine Kleinigkeit.

Liebe Grüße
Thomas

#5 RE: In Mondlichttälern von anna a. 14.05.2015 23:43

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Lieber Thomas,

Vielen Dank für deine Gedanken zu meinen Mondlichttälern. Still werde ich stehenlassen, ich liebe das ausklingende l sehr in dem Zusammenhang.

Ich liebe den Mond, vermutlich kommt daher , liebe Priska , der schwärmerische Ton.. Vielen Dank für deine Kommentar ...

Und liebe Sabine, tausend Dank für dein Lob. Was gibt es Schöneres als Worte, die berühren...

All the best

Änne

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