#1 von tropfenden zähnen von Richard 04.02.2015 13:51

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von tropfenden zähnen

meine hände können nicht fassen was ich sehe
im flaum deines nackens ein lager aufschlagen
ja das würde ich gerne ich würde dort schlafen
wollen das ist so eine sache gehören zwei dazu

batest um feuer für den rauch ich holzsägender
gab etwas feuer in deinen winter obschon märz
ich sah sie die hallen gefüllt mit notenständern
alles papier war verbrannt hast orchester durch
gelebt ist dies eine frage in solch jungen jahren
die augen auf der jagd kamen zu den lichtungen
wir tranken auf unsere toten auf gegerbte lieder
ein blatt gegen ein buch haben alles angezündet

gaben unseren augen keine hände da wir jagten
und immer weiter fleuchten wir durch den wald
bis hier und beäugten eine weiße tür sie klopfte
sich aus dem rahmen dahinter das nächste wild
nicht unser revier sagtest du pfeile in die köcher
zurück das gibt es nicht vier augen lauernde wir
waren eine zeitlang gefährten im traum gepfeilt
dieser nacht die schwester eines morgens sagte
dort ist ein fluss hinter der tür wir waren durstig



.

#2 RE: von tropfenden zähnen von Ostseemöwe 05.02.2015 12:58

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lieber Richard
so dicht wie deine Zeilen so dicht ist auch dieses Gedicht.
Und wenn ich durch ein Dickicht will brauche ich Zeit.
Zeit brauchte ich auch für Dein Gedicht.
Aber als ich es verstand fand ich dort eine ganze Geschichte.
Eine Geschichte die es zu lesen lohnt. Eine Geschichte der Jugend.
Wirklich toll und intensiv geschrieben. Und sicher nicht die leichteste Kost,
aber muss Lyrik leicht sein?
herzlich Ilona

#3 RE: von tropfenden zähnen von Richard 05.02.2015 16:21

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Hallo Ilona,
lieben Dank für die Befasse! Natürlich nicht, Lyrik kann und darf alles sein. Ja, der Text ist schon ein Brocken –umso schöner ist es zu lesen, dass sich jemand die Zeit für ihn genommen hat. Danke für Dein Lob, ich freue mich.
Lieber Gruß nach Kiel!



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