#1 Drahtstacheln. von Ingo Baumgartner 22.08.2014 19:46

avatar

Zehn Meter Stacheldraht, nicht mehr.
Der Rost setzt Buckel. Gänsehaut.
Gänsehaut, weil solcher Anblick
viel an Schönheit birgt.
Eisenstachelaltersschönheit.
Dann wieder: Halt doch! Stacheldraht!
Lagerhäftlingstraumbegrenzung.
Hitler, Stalin, tausend andre
Dolchdrahtwillensbrecher.
Hier aber: Feldidylle, Heimatstückchen.

#2 RE: Drahtstacheln. von Heliane 23.08.2014 17:57

avatar

Lieber Ingo,
es liest sich nicht besonders flüssig. Vor allem bereitet mir der Inhalt Probleme: Dass du vom Stacheldraht auf Hitler, Stalin und Tausend andere kommst, ist naheliegend und verständlich. Aber was hat Stacheldraht mit Feldidylle und Heimatstückchen zu tun?
In der ländlichen Umgebung Berlins sind diese Drähte abgeschafft, das heißt, sie verbergen sich in Staketenzäunen .
Sehr schön sind deine Endloswortschöpfungen !
Dich hat also auch das Fieber um die freie Lyrik infiziert? Ich mag deine gereimten Verse viiiiiel lieber!
Herzliche Wochenendgrüße,
Heliane

#3 RE: Drahtstacheln. von 24.08.2014 17:55

Lieber Ingo,

Stacheldraht ein Symbol für Unfreiheit, mit seinen begleitenden Spitzen, die allen möglichen Schrecken in sich bergen. Schönheit ist auch dort zu finden, doch sie wird überdeckt von hässlichem und geistzerstörendem Leid. Es sind treffende Schlagworte die Du auch personell zuordnest. Unfreiheit mit zugehörendem Leid sind oft menschengemacht. In der Unfreiheit wird der Wille gebrochen. In der Heimat in einer Feldidylle lebend darf nicht vergessen werden, dass dies nur eine glückliche Insel ist.
Hier sehe ich freie Lyrik, mit sinnvoller Aussage.

LG Hans

Xobor Xobor Community Software